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Gänsehaut beim Wahlkampf

5. Februar, 2008 von Stefan Oßwald

Anlässlich des heutigen Super Tuesday in den USA habe ich mich nocheinmal durch YouTube geklickt, um mir die aktuellsten Wahlkampfvideos anzuschauen. Bei einem habe ich eine Gänsehaut bekommen, was sonst eigentlich nur im Kino bei tollen Bildern gepaart mit einem grandiosen Soundtrack auftritt:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=jjXyqcx-mYY[/youtube]
Die Rede von Barack Obama in New Hampshire hat Will.i.am von den Black Eyed Peas dazu inspiriert, sich einige Künstlerkollegen einzuladen und aus der Rede ein Musikvideo zu produzieren. Über 1.200.000 Views innerhalb von nur 3 Tagen sprechen wohl für sich und zeigen, wie aktiv Wahlkampf im Internet stattfinden kann. Schaut man sich die Videokommentare an fällt auch auf, dass es in den USA angenommen wird.
Wie würde das in Deutschland aussehen? Wäre die Wahl anders ausgegangen wenn Herbert Grönemeyer, Xavier Naidoo und Die Ärzte ein Lied aus einer Rede von Gerhard Schröder gemacht hätten? Wie würde es klingen wenn Dieter Bohlen und Marc Medlock eine Ansprache von Angela Merkel vertonen würden?
Ich denke so eine Art Wahlkampf funktioniert nur in den USA, da sich dort der Event-Wahlkampf einfach etabliert hat. Auch was die Aktivität der potenziellen Wähler im Netz betrifft, sind sie uns einiges voraus.
Wenn dann auch noch ein „schwarzer Kennedy“ zur Wahl antritt, eine Rede wie Martin Luther King hält, diese dann auch noch von großartigen Künstlern vertont wird – dann ist Gänsehaut garantiert.

Siehe auch: Wahlkampf in den USA #4 – YouTube

Kategorie : Web 2.0, Web 2.Q

Kommentare

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[…] Willi.am mit „Yes, we can“ schon ein virales Wahlkampfvideo mit verschiedenen Musikern und Schauspielern produziert […]

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