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Das erste Geld mit dem eigenen Podcast

13. März, 2007 von Conny Espenhahn
Geld mit Podcasts verdienen
Geld mit Podcasts verdienen

Wer mit seinem Podcast Geld verdienen möchte, muss diesen zunächst bei einem Podcast-Vermarkter, zum Beispiel audioads.de, anmelden. Der Produzent, also der Urheber des Podcasts, erklärt mit der Anmeldung, dass er mit der Vermarktung seines Werkes einverstanden ist, alle Rechte verbleiben dabei bei ihm. Dem Vermarktungunternehmen werden lediglich die Bearbeitungssrechte eingeräumt, die für ein Einfügen der Werbebotschaften erforderlich sind. Das bedeutet, dass auch weiterhin die gesamte Verantwortung für die Inhalte beim Podcaster liegen und er sich demnach im allgemeinen Rechtsrahmen wie Urheberrecht oder Persönlichkeitsrecht bewegen muss. Des Weiteren ist wichtig, dass der Produzent der Dateien volljährig ist. Zum Teil gibt es für Minderjährige auch Ausnahmeregelungen, die eine Einwilligung der Erziehungsberechtigten bedürfen.

Anschließend prüft die Vermittlungsagentur, ob der Podcast sendefähig ist und welche inhaltliche Orientierung er hat. Denn so ist die inhaltliche Kopplung zwischen Werbung und Podcast realisierbar. Der Podcaster wird dann über die Kampagnen, die bei ihm eingebunden werden sollen informiert und kann diese auch ablehnen. Ansonsten hat er jedoch keinen Einfluss auf die bei ihm geschalteten Botschaften. Abgerechnet wird schließlich nach einzelnen beendeten Klicks, das heißt, abgebrochene Downloads werden nicht vergütet. Der Podcaster bekommt gängigerweise 50 bis 60 Prozent von dem, was der Podcast der Agentur eingebracht hat. Dies variiert je nach den individuellen Vereinbarungen mit den werbenden Unternehmen, den Zugriffszahlen und der Stelle, an der die Werbung gelaufen ist – sprich, ob sie am Anfang des Podcasts, dem Ende oder an beiden platziert wurde.

Das erste Geld mittels Podvertising kann aber auch negative Seiten aufwerfen. So haben einschlägige Podcast-Communitys das Anlaufen dieser neuen Werbeform enorm kritisch bewertet. Die Mehrzahl der User, die zum Großteil selbst Podcaster sind, sprechen von einer Instrumentalisierung, die den eigenwilligen Charme des Formats zerstören. Grund dafür sind die thematisch häufig unspezifische Einbindung der Werbung in die Podcasts, die letztere in ihren Augen zum billigen Massenwerbemedien dergradieren. Zumal der Produktionsstil des Jingles oft nicht zu der des Podcasts passt. Einige sprechen auch von einem gewissen Stolz, der wohl den meisten Podcastern zu eigen ist und der es nicht erlaubt, das mit Mühe und Zeit produzierte Werk durch „wahllos eingestreute Werbung zu verunglimpfen“.

Jeder Podcaster sollte sich daher überlegen, ob er das Risiko eingehen möchte, durch die Werbebotschaften zwar ein wenig Geld zu verdienen, aber möglicherweise auch ein Teil seiner Anhängerschaft zu verlieren. Denn die aktuellen Systeme der Werbeeinbettung sind momentan noch nicht so weit ausgereift, dass der passende Spot auch im richtigen Podcast landet. Das würden nämlich schon weitaus mehr Podcast-Hörer und -Macher akzeptieren.

Kategorie : Web 2.Q

Kommentare

1

Wer von euch hat das mit der Werbung im eigenen Podcast schon mal probiert? Wie sind eure Erfahrungen?

2

Mich würde ja mal interessieren, wie viel Geld man dafür bekommt? Schöner Artikel übrigens.

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