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Google kauft weiter ein

16. April, 2007 von Tino Krener
Google kauft Doubleclick
Google kauft Doubleclick

Mit dem Kauf von Doubleclick schließt Google für 3,1 Milliarden US-Dollar die kostenintensivste Übernahme in der bald neunjährigen Firmengeschichte ab. Nachdem Google für 1,65 Milliarden US-Dollar im November 2006 YouTube übernommen hatte und jetzt aufgrund von Urheberrechtsverletzungen einer 1 Milliarde US-Dollar Klage durch Viacom gegenüber steht, betreibt der amerikanische Suchmaschinen-Gigant Flucht nach vorn. Schließlich ist Viacom einer der Hauptgeldgeber des zukünftigen Onlinevideo-Konkurrenten Joost und auch der Medienmogul Robert Murdoch plant einen YouTube Killer.

3,1 Milliarden US-Dollar ist zufällig fast genau der Betrag, den Google im Jahr 2006 an Gewinn erwirtschaftet hat und ebenso zirka der Umsatz aus dem vierten Quartal 2006. Weitere Zahlen gibt es bei internetmarketing-news.de. Mit Doubleclick wird Google’s Onlinewerbung, bestehend aus AdSense und AdWords, ausgebaut:

Doubleclick ist Marktführer im Bereich Online-Werbung und betreibt AdServer für Werbetreibende, Publisher und Agenturen. Zwei wichtige Doubleclick-Produkte sind DoubleClick for Advertiser (Organisation, Bereitstellung und Analyse von Online-Kampagnen) und DoubleClick for Publisher (Management des Anzeigeninventars). Das Unternehmen wurde 1996 gegründet und 2005 von Hellman & Friedman und JMI Equity für 1,1 Mrd. US-Dollar übernommen. Doubleclick soll 2006 einen Umsatz von 300 Mill. erzielt haben und beschäftigt 1.200 Mitarbeiter.

Quelle: Visualhype

Doubleclick kennt der eine oder andere sicherlich von der Top-Position in der Liste seines Browser-Werbeblockers.

MyIE2 Browser Erweiterung
Maxthon Browser Erweiterung

Im ersten Quartal des Jahres schien Google auf Sparkurs. So wurde sich günstig für 1 Million US-Dollar bei Maxthon, dem Hersteller der Internet Explorer Browsererweiterung myIE2, eingekauft. (Bericht bei nXplorer SEO
& Marketing Blog
)

In Google’s Einkaufskorb fiel im März die Firma Gapminder, Entwickler einer Trendalyzer Software, die aus Statistiken visuell ansprechende Grafiken und Animationen erstellen kann. Bei dem Kauf des Non-Profit Unternehmens soll der Gründer Hans Rosling keinen Cent verdient haben, wie auf hebig.com berichtet wird.

Logo der schwedischen Non-Profit Firma
Logo der schwedischen Non-Profit Firma
Logo AdScape Media
Logo AdScape Media

Für 23 Millionen US-Dollar wurde in das boomende InGaming-Ad Geschäft investiert und die Softwarefirma AdScape Media Inc. akquiriert. Bei InGaming-Ads versteht man die Platzierung von Werbeformen innerhalb von Computerspielen, zum Beispiel in Form von interaktiv updatebaren Plakatflächen. Sicherlich ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass Microsoft den Konkurrenten Massive Inc. für 200 Millionen US-Dollar aufgekauft hat. (Bericht von Computerbase)

Bei Google musste man sparen, um neue Datencenter aufzubauen und (heimlich) Glasfaserverbindungen aufzukaufen oder aber ist die Entwicklung des geplanten Google Handys so kostenintensiv?

Das neue gPhone?
Das neue gPhone?

Inzwischen wurde das Gerücht um das Googlephone schon wieder dementiert, aber bei Google’s Partnerschaften mit Motorola, BlackBerry, Vodafone, SonyEricsson, BenQ, Nokia und Samsung (Quelle: GoogleWatchBlog) kann man davon ausgehen, dass zumindest die Software-Entwicklung für den mobilen Sektor im Auge behalten wird.

Logo von writely
Logo von writely

Bei „Google Docs & Spreadsheets“ ist man so langsam bereit, nach dem Kauf des Wiki-Anbieters Jotspot und des Online Textbearbeitungstools Writely, mit einer kostenlosen Online-Office Variante Mircrosoft etwas Konkurrenz zu machen. (Bericht im Google Watchblog)

Wie man heraus bekommt, was Google als nächstes plant, erzählt Brian Caulfield auf der Seite Forbes.com: „Just head to the company’s online job listings […]“

Christoph Hörl fasst in seiner Facharbeit „Google Inc. – Ein einzigartiges Unternehmen“ die Firmengeschichte zusammen. Die Arbeit steht auf seiner Internetseite http://facharbeit-google.christoph-hoerl.de zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Eine Liste der Unternehmen, die inzwischen alle zu Google gehören, hat Garry Price zusammen gestellt.

Und Google kauft weiter ein. Vielleicht schon im Jahr 2017 das ganze Internet? Eine Vision des nXplorer SEO & Marketing Blog.

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit erstellten die ulmer Studenten Ozan Halici & Jürgen Mayer ein Video mit dem Namen „Master Plan – about the power of Google“, mit dem dieser Beitrag geschlossen wird.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9zKXCQpUnMg[/youtube]

Kategorie : unbeQuem

Kommentare

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also mittlerweile sollte man echt angst bekommen, zumindest wenn man noch ausreichend gesunden menschenverstand besitzt. auch wenn viele spekulatuionen und visionen noch weit entfernt scheinen und zu große panik-mache sicher nie gesund ist, so sollte man sich den gefahren doch bewusst sein.

also wer noch interesse an nem älteren, visionären ausblick auf die google-entwicklung möchte, der sehe sich auch mal folgenden link an:

http://www.isnichwahr.de/redirect8313.html

3

[…] PCs mit eingebautem Google-Betriebssystem, damit auch ja keine Information verloren geht, sie kaufen alles und jeden auf, um an Mitgliederdaten zu kommen. Die klügsten Menschen des Planeten sammelt Google in seinem […]

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