Archiv für Twitter

Nachdem das letzte Video aus der „Social Media Revolution„-Reihe schon etwas älter ist, schwirrt seit ein paar Tagen eine aktualisierte Version durchs Netz. Der Stil ist ähnlich, der Autor ein anderer, die Zahlen aber wie immer ganz interessant:

Kommentare Kommentare deaktiviert für Die Welt der sozialen Medien in Zahlen

Wir haben in Deutschland eine gut ausgeprägte Meckerkultur – ich würde fast behaupten, im Meckern sind wir Weltmarktführer. Und gerade im Web wird dieses Meckern Made in Germany besonders offensichtlich, in professionellen Kreisen auch oft durch den Hashtag #fail nochmal verdeutlicht. Auch ich schließe mich da absolut nicht aus, andererseits geht mir oft die Hutschnur hoch, wenn ich Berater lese und höre, die ständig mit der Angstkeule kommen.

Das Social Web bietet so viele tolle und auch noch unerschlossene Möglichkeiten, dass man hierzu unzählige Blogposts schreiben könnte. In diesem solle aber um ein Unternehmen gehen, welches diese Möglichkeiten wunderbar nutzt und sie verstanden hat. ebay – hier ein Erfahrungsbericht.

1. Akt -Prolog:

eBay in Deutschland (eBayDE) on Twitter_1265878114638 Bei ebay angemeldet bin ich schon lange, in regelmäßigen Abständen von einem Jahr kaufe ich dort auch etwas. Verkauft habe ich bisher kaum etwas, zuletzt aber kurz vor Weihnachten letzten Jahres. Alles lief reibungslos: Angebot eingestellt, 7 Tage gewartet, verkauft, Geld bekommen, verschickt. Fertig. Aber halt, da war ja noch was – die Verkaufsgebühren. Auf diesen beruht ja bekanntlich das Finanzierungsmodell von ebay – jeder Verkäufer gibt vom Kaufpreis etwas ab.

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Bei mir beliefen sich die Gebühren auf 4,70€. Ich kümmere mich nicht weiter darum, hab ja alle möglichen Daten bei ebay hinterlegt, “die werden das schon abbuchen”. Pustekuchen. Irgendwann kam eine Mail mit dem Hinweis, dass der Betrag nicht abgebucht werden konnte. Ein Blick auf mein Mitgliedskonto erklärte dann auch warum – das Konto gab es gar nicht mehr (hatte seit 2004 nichts mehr verkauft). Zu den 4,70€ haben sich durch die Fehlbuchung nun auch noch 8€ Mahngebühren gesellt. Ok, war ja mein Fehler, ich hätte das ja auch vorher noch mal checken können. Also fix die neuen Kontodaten eingegeben, “die werden das schon abbuchen”. Ein paar Tage später habe ich dann wieder auf mein Mitgliedskonto geschaut und mich strahlt immer noch die offene Rechnung von 12,70€ an. Gut, denke ich, wenn sie mit der Kontoverbindung nicht klar kommen, versuche ich es eben mit der Kreditkarte. Also fix die Kreditkartendaten eingegeben, “die werden das schon abbuchen”. Ein paar Tage später habe ich dann wieder auf mein Mitgliedskonto geschaut und mich strahlt immer noch die offene Rechnung von 12,70€ an.

Ich sauer. Was tun? Keine Lust auf ellenlange Mail an den Support, der sicher eine Weile braucht um zu antworten. Keine Lust auf weitere sinnlose 8€ Mahngebühr. Nun bin ich ja auch ab und zu im Social Web unterwegs und weiß daher auch, dass ebay auf Twitter zu finden ist. Und da startet der ebay Twitter-Support Selbstversuch:

Read More→

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Höchstgebot: 50,00€ (by @heidischall) [Auktion beendet]

Jörg Könözsi, ein Cousin von Thomas, leitet eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Bukarest. Für das diesjährige Weihnachtsfest haben die sich etwas besonderes einfallen lassen – Kerzen mit dem Twittervogel für einen “Twitventskranz” herzustellen und diese zugunsten der Werkstatt zu versteigern.

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Zur Aktion:

Was wird versteigert?
Wir haben, in unserer sozialen Kerzenwerkstatt für Menschen mit Behinderung, Adventskranzkerzen für Twitterati hergestellt. Die Kerzen wurden in Handarbeit hergestellt und haben einen handgeflochtenen Docht aus reiner Baumwolle. Die Twitter-Birds (Design: productivedreams.com) wurden mit einer Spezialfolie auf die Kerzen übertragen. Mehr Informationen zur Werkstatt findest Du hier. Nun wird die limitierte Auflage der “Twitventskränze” in Deutschland versteigert.

Wer versteigert und wie wird versteigert?
Für die Aktion konnten wir 7 Twitterati begeistern. Tanzkurs Tango berlin Jede/r von ihnen wird eine Versteigerung durchführen. Dabei wird sich jede/r eine eigene Form der Versteigerung einfallen lassen. Der komplette Erlös geht an die soziale Kerzenwerkstatt in Bukarest.

@NicoleRensmann und @Frauenfuss haben in den vergangenen zwei Tagen die Twitter-Kerzen schon erfolgreich versteigern können (zusammen 286€) und die Reaktionen aus Bukarest darauf sprechen für sich:

Heute darf ich Auktionator sein und versteigere hiermit eins dieser limitierten Twitter-Kerzen-Sets. Um an der Aktion teilzunehmen habt Ihr bis 24Uhr Zeit. Schickt mir Eure Gebote entweder via Twitter als Reply an @StefanOsswald oder tragt es in die Kommentare ein. Ich werde regelmäßige Updates zum aktuellen Spendenstand geben und diesen auch unter diesem Blogpost festhalten.

Warum solltest gerade DU die Twitter-Kerzen ersteigern?

  • – Twitter-Kerzen für den Twitventskranz gehören in jeden Haushalt
  • – die Auflage ist limitiert, die Chance (fast) einmalig
  • – Du machst Menschen glücklich (siehe Video oben)
  • – Dein Ansehen innerhalb der Twitter-Community steigt immens (Stichwort Online-Reputation)
  • – vielleicht bekommst Du ganz viele neue Follower
  • – Dein Geld ist zu 100% für einen guten Zweck
  • – Du bekommst auch eine Spendenquittung

Wer sein Gebot, auch wenn es nicht das Höchstgebot ist, trotzdem der Werkstatt spenden möchte, kann sein Gebot einfach mit einem Stern hinter dem Betrag kennzeichnen (Bsp.: Biete 20€*). Das abgegebene Gebot sollte immer einen Euro über dem vorherigen liegen. Ich lege auch gleich mal selbst vor und beginne mit dem symbolischen Anfangsgebot von einem Euro.

(Die Zahlungsmodalitäten werden dem Gewinner im Anschluss an die Auktion mitgeteilt.)

Biethistorie:

5€ – @VisuellePR
15€ – @Katti
20€ – @Angel_ita
25€ – @VolkerGoebbels
50€ – @heidischall

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Twitter wächst und wächst. Innerhalb eines Jahres hat sich der Traffic auf Twitter verfünfzehnfacht und mit 44.500.000 Unique Visitors im Juni seinen Zenit bestimmt noch nicht erreicht.

Unique Visitors darf man natürlich nicht mit Nutzern verwechseln, trotzdem ist die Zahl beachtlich. Der Silicon Alley Insider hat nun anhand der Zahlen von comScore eine Grafik erstellt, die das Wachstum innerhalb eines Jahres weltweit verdeutlicht: Read More→

Jetzt wird wieder zurückgebloggt... Lange war es ruhig hier im Blog, der letzte Eintrag ist vom Oktober letzten Jahres und trotzdem ist in der Zwischenzeit viel passiert. Jetzt soll auch hier im Blog wieder etwas passieren – ich blogge wieder.

Wenn man nach so langer Abwesenheit nun wieder sein “erstes” Blogpost verfassen soll, überlegt man, was man und wie man es schreibt. Es gibt ja einige offene Fragen und ich habe in einzelnen Gesprächen schon des Öfteren angekündigt, denQuer wiederzubeleben. Ich habe mich für ein Interview mit mir selbst entschieden:

denQuer: Hallo Stefan, schön dich wieder als Autor für www.denQuer.de zu haben. Was ist passiert, warum diese lange Pause?

Stefan Oßwald: Der Hauptgrund ist, dass mein Blog im Oktober letzten Jahres gehackt und mit vielen schmutzigen Links “bestückt” wurde und daraufhin komplett aus dem Google-Index geflogen ist. Die damalige WordPressversion ließ sich auch nicht ohne Weiteres updaten, da das Theme mit einer neuen Version nicht kompatibel gewesen ist. Ich selbst hab von Programmierung keine Ahnung und mein Admin ist durch seinen Job auch ganz gut ausgelastet – ergo lag das Blog erst mal brach.
Im Dezember gab es einen ersten Versuch das Blog upzudaten und das Design wieder entsprechend herzustellen – dieser Versuch ist jedoch gescheitert und da ich zu dieser Zeit in der heißen Phase beim Schreiben meiner Abschlussarbeit war, lag der Fokus dann auch wieder auf dieser.
Der Rest ist schnell erzählt: Im Januar ging es eigentlich nur für ein Praktikum nach München, mittlerweile arbeite ich fest bei einer Agentur. Viele neue Eindrücke, eine Menge toller Menschen und Twitter haben dafür gesorgt, dass sich die erneute Reaktivierung dieses Blogs so weit hinausgezögert hat.

denQuer: Was kann Twitter dafür?

Stefan Oßwald: Der Dienst gibt mir die Möglichkeit mich einfach, schnell und kompakt mitzuteilen und mit anderen auszutauschen. Weiterhin muss ich keine neuen Updates aufspielen, benötige keine Plugins etc. Wenn man die Kommunikation im Web mit einer Sucht vergleichen würde, dann war Twitter mein Methadon um vom Bloggen runterzukommen 😉

denQuer: Letztendlich bist du jetzt aber anscheinend rückfällig geworden und fängst wieder hier im Blog an ferienwohnung Reith im Alpbachtal

Stefan Oßwald: Das “Problem” bei Twitter ist die Schnelllebigkeit und die Begrenzung auf 140 Zeichen. Ich habe Twitter vor allem dazu genutzt, um u.A. für mich interessante Links zu Beiträgen über Social Media und Co. mit den Followers zu teilen – meine eigene Meinung zu der entsprechenden Thematik fand dabei nur selten Platz. Nach einem Tag hat den entsprechenden Tweet dann aber auch niemand mehr gelesen und Besucher von Google bringen da auch keine Punkte.
Im Blog kann ich selbst entscheiden, wie viele Zeichen ich für einen Eintrag nutze und hier machen z.B. auch die Besucher von den Suchmaschinen Sinn, da sie direkt kommentieren können und nicht einen eigenen Account benötigen.
Für mich wird mein Blog dann auch zu meinem persönlichen Archiv und motiviert, mich noch intensiver mit bestimmten Thematiken auseinanderzusetzen.

denQuer: Also hörst du jetzt auf mit dem Twittern?

Stefan Oßwald: Natürlich nicht. Ich habe allerdings meinen Twitteraccount in @StefanOsswald umbenannt, bei @denQuer läuft jetzt nur noch der Feed rein. Lass uns weiter über das Blog reden.

denQuer: Wie hast du es denn jetzt geschafft eine neue WP-Version aufzuspielen und das Design anzupassen?

Stefan Oßwald: Ich habe da gar nichts geschafft. Zu verdanken habe ich das meinem Freund, ehemaligen Studienkollegen und Admin Tino Kreßner, der das Blog einmal komplett “gereinigt” hat. Das aktuelle Theme, sowie die Installation und Anpassung von diesem verdanke ich Jürgen Mayer, der mich nicht nur sehr gut beraten, sondern auch das gesamte Wochenende stets meine Wünsche bei Design und Struktur umgesetzt hat und immer weiter daran arbeitet.

denQuer: Wird sich neben dem Design noch etwas ändern?

Stefan Oßwald: Thematisch werde ich mich mehr auf die Social Media konzentrieren, daher auch der Wechsel des Slogans und die Umstrukturierung der Kategorien. Das Thema beschäftigt mich ja nicht nur seit Jahren privat, sondern mittlerweile und glücklicherweise auch beruflich. Das Blog muss jetzt erst einmal wieder wachsen und die Kategorien müssen sich nach und nach füllen. Die älteren Beiträge habe ich aufgrund ihrer Vielzahl nur grob umsortiert, daher ist “Sonstiges” auch die Kategorie mit den meisten Beiträgen.
Neu ist der Event-Kalender, den ich diese Woche noch auf den neuesten Stand bringen werde. Dieser dient eigentlich primär mir, damit ich einen Überblick über die Vielzahl an Barcamps, Stammtischen, Twittwoche etc. habe, ist aber vielleicht auch für andere ganz interessant. Weitere “Features” sind geplant, jetzt heißt es aber erst mal Content zu produzieren.

denQuer: Dann wünsche ich dabei viel Spaß und bin gespannt auf das, was kommt.

Stefan Oßwald: Danke, ich auch.

Bild: CC by marcopako

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