Mrz
27

Rap im Recruiting – oder was BMW, EDEKA und die Jugendfeuerwehr Baden Stadt gemeinsam haben

27. März, 2012 von Stefan Oßwald

Wer mich kennt, weiß, dass ich Rap liebe. Vor allem deutschen Sprechgesang. Das Spielen mit Worten und Vergleichen, gepaart mit einem guten Beat und in Reime gegossen ist Rap in meinen Augen eine der höchsten Kunstformen. Kunst ist natürlich immer relativ und es liegt in den Ohren des Zuhörers, ob er ein Werk als Kunst oder als Müll definiert. Und wie bei allen Kunstformen gibt es auch bei der Rap-Musik gute Werke und solche, die man einfach “in die Tonne kloppen” kann.

Beim Recruiting scheint Rap ebenfalls angekommen zu sein und für Begeisterung zu sorgen. Vielleicht denkt man aber auch: “Hey, mit Rap holen dir die Leute von der Straße und zeigen Perspektiven auf. Ausserdem betreiben wir tolles Employer-Branding und zeigen der Welt wie cool und hip wir sind.” Keine schlechte Denke, allerdings sollte man sich dann bei der Umsetzung der Maßnahmen auch ruhig etwas Mühe geben. Oder Leute ins Boot holen, die sich mit sowas auskennen. Im schlechtesten Fall kommt so etwas wie das aktuelle EDEKA-Video raus:

Zum Glück schickt EDEKA nicht als einziges Unternehmen ein paar Rapper ins Bizznizz, sondern auch die MCs von BMW flowten schon vor einem Jahr um die Gunst der Bewerber:

Vielleicht bin ich zu alt dafür oder entspreche nicht der Zielgruppe, möglicherweise habe ich auch keine Ahnung von Rap, aber von Unternehmen in dieser Größenordnung darf man doch bitte etwas mehr erwarten. Und sie scheinen es (zumindest bei BMW) auch noch ernst zu meinen.

Bei den engagierten Kids der Jugendfeuerwehr Baden Stadt kann man ja wenigstens noch über das Video schmunzeln:

Für das Recruiting scheint Rap also noch nicht das beste Mittel zu sein, aber die Gleichung Recruiting + Rap = viral scheint aufzugehen.

Und trotzdem möchte ich mich mit den folgenden Worten verabschieden:

Lass Deine Meinung da: