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Mit dem Waveboard und Social Media zum eigenen Online-Shop

21. September, 2010 von Stefan Oßwald

Street Surfing_Waveboards_small Das Problem an Saisonal eingegrenzten Sportarten, ist die saisonale Eingrenzung. Sprich: meiner Leidenschaft, dem Snowboarden, kann ich nur im Winter nachgehen. Das Skateboard ist für mich keine Option und als damals das Snakeboard auf den Markt kam, konnte ich mich auch dafür nicht so recht begeistern. Asphaltflechten lehrten mich zudem den Respekt vor der Straße. Aber die Suche nach einer Alternative dauerte an und bereits letztes Jahr stolperte ich auf YouTube über ein Video in dem Leute Waveboard gefahren sind. Knapp ein Jahr später lief mir wieder eins über den Monitor und ich schaute nach, wo es die Geräte zu kaufen gibt, da ich soetwas in Deutschland noch nicht gesehen habe.

Über YouTube landete ich auf Facebook – landete auf www.waveboard24.de und am Ende beim Twitteraccount des Shops. Über DMs kam der Telefonkontakt zustande und mittlerweile bin ich auch begeisterter Waveboarder.

_DSC6387xxx-quadrat Sehr spannend fand ich die Social Media Affinität des eher kleinen Shops für noch relativ unbekannte Sportgeräte. Also habe ich via Mail ein kleines Interview mit Anette Ehl, der Geschäftsführerin zum Thema Waveboard und Social Media geführt:

Hallo Anette, Du verkaufst Waveboards – was ist das eigentlich?

Waveboards sind das neuste Funsport-Gerät aus Kalifornien. Waveboarden ist eine Mischung aus Skateboarden, Snowboarden und Surfen. Das Waveboard selber sieht ähnlich aus wie ein Skateboard. Es hat aber nur zwei Rollen. Dadurch ist mehr Balance gefragt und es kommt in der Bewegung dem Snowboarden sehr nahe.

Und wie kommt man dazu, diese hier in Deutschland zu vertreiben?

Angefangen hat es bei einem Familienurlaub in Holland. Mein Sohn Bastian sah auf der Strasse jemanden waveboarden. Er ist direkt aus dem Auto gesprungen und hat versucht, mit dem Waveboarder ins Gespräch zu kommen. Das war ziemlich schwierig, da Bastian ausser „Gode Middach“ kein holländisch spricht.
Wir haben daraufhin in Holland alle Sportgeschäfte abgeklappert, um ein Waveboard zu finden, aber keiner führte das.
Zu Hause habe ich recherchiert und den Hersteller Streetsurfing in Kalifornien gefunden und direkt angerufen. Da wir nicht die einzigen waren, die ein Waveboard haben wollen, haben wir uns zu einem Waveboard Shop im Internet entschlossen. [

Machst Du alles selbst oder hast Du Unterstützung dabei?

Angefangen habe ich alleine. Mittlerweile sind wir aber ein ganzes Team, das für Waveboard24 arbeitet. Das Webdesign und Hosting wird von der Webagentur Meerbusch für uns gemacht und die gesamte Abwicklung macht für uns ein professioneller Logistiker, die TVA. Ich selber sorge dafür, dass Kunden uns finden und die dann gut betreut werden.

Du hast Dich also mit dem Shop selbstständig gemacht – wie hast Du ihn beworben?

Unsere Zielgruppe ist jung, die meisten sind Schüler. Die haben hohe Erwartungen an Social Media. Video ist ein sehr wichtiges Instrument für die Kids, um ein Produkt beurteilen zu können. Wir haben also Profi-Waveboarder engagiert, die für uns gefahren sind und haben diese Filme bei Youtube und in unseren Waveboard Blog eingestellt. Das läuft prima. Sie werden 20.000 bis 30.000 Mal monatlich angesehen.

Welche Social Media Tools nutzt ihr?

Neben Youtube setzen wir auch sehr auf Facebook. Da wachsen wir sehr stark. Ausserdem twittern wir.

Gerade bei Facebook seid ihr ja am aktivsten – warum habt Ihr Euch auf dieses Tool konzentriert?

Die Kids lieben Facebook. Deswegen sind wir dabei. Wir hatten zunächst nur ein Bild eingestellt und die Seite nicht weiter gepflegt. Da waren wir selbst überrascht, wie wir von den „Fans“ überrannt wurden. Toll ist auch die Integration in unserem Blog. Da kann jeder direkt sehen, welche seiner Freunde auch unsere Seite gefällt.

Wie kamen die ersten Fans und wie baut Ihr die Community aus?

Wichtig ist, dass man den Inhalt aktuell hält und mit den Menschen redet. Es ist wie im richtigen Leben. Wer schweigend in der Ecke sitzt gewinnt wenig Freunde. Daher bemühen wir uns sehr um guten und aktuellen Content.

Wie sieht Eure Contentstrategie/ Redaktion aus?

Wir wollen unsere Knowhow-Führerschaft rund um den Rollsport weiter ausbauen. Das heisst, dass wir permanent auf der Suche nach neuen Trends, Produkten und Ideen sind. Die posten wir dann. Hierbei ist es wichtig, schnell zu sei, um als Knowhow-Führer auch wahrgenommen zu werden.

Wirken sich Eure Social Media Aktivitäten auf die Abverkäufe aus?

Ja, definitiv. Der genaue Umfang lässt sich allerdings schwer messen. Nur ohne diese Aktivitäten wird man bei den Kids auch irgendwann nicht mehr für voll genommen. Es ist wie Henry Ford schon über Werbung sagte: „Die Hälfte meines Budgets ist Verschwendung. Ich weiss nur nicht, welche Hälfte!“

Trackt ihr Eure Aktivitäten und habt Ihr ein Kommunikationskonzept oder macht Ihr „einfach drauf los“?

Wir haben kurz-, mittel- und langfristige Pläne, wo wir hinwollen mit jedem Social Media Tool. An diesen arbeiten wir sehr konkret und es macht viel Spass. Man kommt dadurch ja erst richtig in Kontakt mit seinen Kunden. Social Media macht für uns das virtuelle Verkaufen sehr real.

Wie sind Eure weiteren Pläne – mit den Rollern habt Ihr Euer Angebot ja schon erweitert.

Ja, wir haben Roller von Micro und Scooter von Razor mit dazu genommen. Die Sicherheit bringen Nutcase Helme. Wir haben noch eine ganze Reihe spannender Produkte im Köcher, die kurzfristig spruchreif werden.

Vielen Dank. Ein paar abschließende Worte noch? Warum sollte man Waveboarden?

Guckt Euch mal die Waveboard Videos an. Ihr werdet direkt sehen, dass es mehr als ein Trendsport ist. Es verbindet Fitness mit Spass und Ausdauer mit Balance. Spätestens zu Weihnachten braucht Ihr eins! ;)

Kategorie : Social Media DE

Kommentare

1

Sehr netter Text und gute Werbung auf Facebook. Das Portal Facebook wächst sehr stark und wird bald zum wichtigsten Online-Absatzkanal in Deutschland.
Wer alles ungeschminkt über Waveboards erfahren möchte, der sollte sich aber auch die Webseite ******** anschauen.
Vorgestellt werden die verschiedenen Techniken der unterschiedlichen Waveboards und sogar ein ausführlicher guter Testbericht zu den verschiedenen Boards ist dort zu finden.
Aufgeklärt wird hier auch über die Bedeutung der Bezeichnungen WAVEBOARD und STREETSURFING.
Sehr lesenswert und aufklärend.

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