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re:publica 08 – Meet the Tweet

31. März, 2008 von Stefan Oßwald

Ist es nicht komisch wenn man auf einer Messe/ Event ist und man weiß, 50% aus seinem Twitterversum sind auch da, nur man kennt ihr Aussehen nicht? Oft werden ja lustige Bildchen als Profil-Avatar gewählt, in den seltensten Fällen erkennt man ein Gesicht.
So könnte also die Person, an der man gerade vorbeigelaufen ist, vielleicht der Follower „xyz“ von Twitter sein, von dem man selbst die Toilettengewohnheiten kennt oder von dem man letzte Woche ein Invite für einen neuen Webservice bekommen hat.
Wie bringt man die Leute, die sich sonst hinter Nicknames und lustigen Twicons verstecken, in der realen Welt zusammen?
Mit dem Projekt „Follow me“ will Aram Bartholl auf der re:publica genau das schaffen:

„Zeig dich mit deinem Twitterlogo auf der Re:publica! Sammel jede Menge follower und lass sehen wen du alles kennst!:

„Kennen wir uns nicht von Twitter?“
„Ach, Du bist das! Wie ist nochmal dein Nickname?“
„Hattest du nicht letztens noch ein anderes Profilfoto?“
„Und? Wieviel follower hast du schon?“
„Sind die colorwars nicht endlich vorbei?“
„Wo ist Kosmar? Ah, da läuft der rote Besen…“

Das Projekt „Follow me!“ ist eine soziale Intervention und Gruppen-Performance für Konferenzen und Events rund ums Web. In Anlehnung an Microbloggingdienste wie Twitter, Jaiku oder Pownce interagieren die Teilnehmer des Projektes untereinander mit den Symbolen und in den Regeln dieser Social Web Services im realen Raum. Jeder Teilnehmer bekommt einen Anstecker und mehrere Aufklebern seines Twitter (o.ä.) Profilfotos/-logos. Der Button wird am Hemd/T-Shirt/Pullover getragen und ermöglicht anderen Konferenzteilnehmern „Twitterfreunde“ wieder zu erkennen. Mit den kleinen Profilaufklebern können sich die User dann gegenseitig als Follower/Freunde auf dem T-Shirt „eintragen“. Ganz im Stile von Twitter entsteht ein grosses Wer-Followed-Wen-Spektakel mit jeder Menge face-to-face Interaktion.

Ein wichtiges Element bei allen Social Web Plattformen, insbesondere aber bei den Microbloggingdiensten ist das Profilogo des Users. Das Profilfoto, welches normalerweise ein Portrait des Nutzers zeigt avanciert zum quasi Markenzeichen des Users. Bei der Nutzung von Twitter und Co. erscheint zu jeder Kurznachricht eines Users das jeweilige Profilfoto im Webinterface. Da die User sich nicht unbedingt persönlich kennen, nimmt das wiederkehrende Bild, in Verbindung mit den geschriebenen Nachrichten eine zentrale Funktion als Interpretations- und Projektionsfläche ein. Auf diesem schmalen Kanal der Kommunikation entsteht ein Netzwerk von Bekanntschaften, die auf digitaler Ebene eine reale Verbindung eingehen.

Wie beeinflusst das Social Web Beziehungen zwischen den Menschen? Auf welcher Ebene, der digitalen oder der physischen lernen sich die Menschen wie kennen? Wie stellen sich User im Netz dar und wie werden sie dort wahrgenommen?“

Kommentare

1

jetzt muss ich noch an sonen button kommen…

besonders interessant finde ich dass der erfinger des sache aram bartholl….selber keinen twitter account hat 😀 bzw er gibt ihn nicht an..ich finde da passt was nicht zusammen…

http://www.datenform.de/kontakt.html

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