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ExitReality – Facebook, MySpace & Co in 3D

16. April, 2008 von Stefan Oßwald

Ich wettere ja gern gegen MySpace, da ich in diesem Social Network nur die Müllhalde des Internets sehe. Allerdings stehe ich jetzt kurz davor, mich dort doch noch zu registrieren.
Grund ist die Idee der Firma ExitReality. Die hat eine Software entwickelt mit dem sich verschiedene Social Networks in einer 3D Umgebung darstellen lassen.
Ähnlich wie bei Second Life bewegt sich der Nutzer als animierte Person durch die Netzwelt. Dabei gibt es jedoch keine Landstriche oder Städte, sondern die Nutzerprofile werden in Form von Räumen dargestellt.
Da wird der MySpace Hintergrund zur Tapete, die eingebundene Musik kann an einer Jukebox ausgewählt werden und die Videos kann man sich auf einem Fernseher anschauen.
In der Private Beta steht der Service für Facebook, MySpace und einige in Deutschland eher unbekannte Social Networks zur Verfügung.
Wie das ganze bei einem MySpace Profil aussieht zeigt das folgende Video von TechCrunch:

Obwohl Second Life nur kurzzeitig für die breite Masse interessant war, sehe ich bei ExitReality gute Chancen, sich als 3D Community Lösung durchzusetzen.
Im Gegensatz zu Second Life muss ich nicht ewig durch die Gegend fliegen um auf ein bekanntes Gesicht zu stoßen, ich brauche mir kein virtuelles Haus zu bauen um mich zu präsentieren und ich muss keine Angst haben, dass ich bei meinem Spaziergang durch die 3D Welt mitten in einer Sado-Maso-Orgie lande.
Ein Livechat zwischen den Avataren schafft bestimmt auch neue Kontakte, allerdings sollte man mMn auf Optionen, wie das eigene Erschaffen von Bewegungen etc. verzichten. Die Avatare sollten zudem nur beschränkt anpassbar sein – ich will nicht mit Außerirdischen oder Tieren reden, das hat bei Second Live schon immer genervt.
Richtig klasse wäre es, wenn die Grenze zwischen den einzelnen Social Networks verschwinden würde und ich so einfach von Facebook mal eben rüber zu MySpace gehen könnte.
Die Monetarisierung stelle ich mir praktisch vor: Virtuelle Güter sind eine wunderbare Einnahmequelle und es gibt sicherlich genug Leute, die ihr 3D Profil besonders herausstechen lassen wollen oder ihren Avatar gern in Designerkleidung sehen. Interaktive Werbetafeln würden die 3D Welt auflockern.
Das StudiVZ so clever ist, sich für so eine Möglichkeit zu öffnen, bezweifle ich stark. Man könnte ja aus Versehen mal den Schritt in die richtige Richtung machen.

[via]

Kommentare

1

Der erste Satz Deines Beitrages spricht mir aus der Seele!

Allerdings glaube ich an diese Geschichte erstmal nicht. Genau wie SecondLife ist das für den klassichen Internet-Nutzer, der seine News liest, ein paar Kontakte liest und EMails schreibt einfach zu viel des Guten. Selbst wenn hier der Geek-Faktor nicht so hoch ist, wie bei SL.

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