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AbmahnVZ – Widerspruch von Abitur-VZ

21. Februar, 2008 von Stefan Oßwald

Na endlich – jetzt bietet StudiVZ mal jemand die Stirn. Nach den Abmahnungen, die die letzten Tage die Runde gemacht haben steht nun fest, dass Abitur-VZ den Forderungen der StudiVZ Anwälte nicht nachgehen wird. Das teilte mir der Betreiber von Abitur-VZ, Abidin Kekec, gestern mit. Auch heute.de wurde auf den Fall aufmerksam, erhielt von Kekec eine Kopie der Abmahnung und veröffentlichte einen ausführlichen Artikel.
2080,50 Euro Anwaltskosten soll Abidin für die kostenpflichtige Abmahnung an die StudiVZ vertretende Anwaltskanzlei Bird & Bird zahlen. Die Vögel haben den Streitwert auf 150.000 Euro festgesetzt. Das sind genau 150.00 Euro zuviel für eine Plattform mit gerade mal 100 Mitgliedern die auch noch als Hobby betrieben wird und damit wohl kein wirklicher Konkurent zu StudiVZ ist.
Angeblich verstößt Abitur-VZ gegen das Marken- und Wettbewerbsrecht. Da aber Abitur-VZ privat betrieben wird, braucht sich Abidin wohl keine Gedanken machen. Laut dem Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke erfordert das Markengesetz ein Handeln im geschäftlichen Verkehr und das Wettbewerbsrecht greift nur, wenn es sich beim Abgemahnten um einen Wettbewerber handelt.
All das trifft bei Abitur-VZ nicht zu, deswegen ist Kekec auch bereit, es auf einen Prozess ankommen zu lassen. Den Verlierer kostet das ganze bei einem Streitwert von 150.000 Euro am Ende rund 13.000 Euro meint der Jurist Solmecke.

Ich hoffe das StudiVZ demnächst aufwacht und merkt, dass man sich mit solchen Aktionen lächerlich macht. Bis jetzt haben sich die Holtzbincks ja recht bedeckt gehalten was die Abmahnwelle anbelangt.
„Das ‚VZ‘-Kürzel wird eindeutig mit dem StudiVZ in Verbindung gebracht. Wir werden unseren Namen schützen, falls ein anderer Plattform-Betreiber unser Markenrecht verletzt. Grundsätzlich versuchen wir uns bei solchen Fällen aber über einen Dialog außergerichtlich zu einigen“ meint der StudiVZ Sprecher Dirk Hensen zu heute.de.
„Ein Dialog ist eine mündlich oder schriftlich zwischen zwei oder mehreren Personen geführte Rede und Gegenrede.“ meint Wikipedia.
Anscheinend hat StudiVZ also eine andere Vorstellung von einem Dialog, als die Allgemeinheit bzw. die Definition an sich – mal schauen wie er endet.
Wer wissen will, wie eine „ähnliche“ Geschichte ein „paar“ Jahre davor ausgegangen ist, schaue sich dieses Video an:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=cQDAp1SGRTU[/youtube]

…to be continued…

Kommentare

1

[…] 21. Februar 2008 Medienblog Tags: abitur-vz, AbiturVZ, Abmahnung, ErstiVZ, StudiVZ Wie Stefan berichtet, will der Betreiber von abitur-VZ, Abidin Kekec, keine Unterlassungserklärung abgeben, […]

2

[…] mal wieder ein virale Marketing Kampagne die nicht gewollt war aber trotzdem gut einschlug! siehe: denquer.de, meinungsfreiheit.li, netgestalter.de usw. … Zusammengefasst ist doch der jetzige […]

3

[…] aufnehmen. Da auch FickenVZ.net noch am Netz hängt nehme ich an, das sich auch dieses VZ, wie Abitur-VZ, nicht auf die Abzocke einlässt. Ich warte gespannt auf Ergebnisse… (0 Bewertungen) […]

4

[…] hat entgegen den ersten Infos seine Seite vom Netz genommen und ist somit den Vorderungen der StudiVZ-Anwälte nachgegangen. […]

5

ein kürzel wie „vz“ als marke schützen zu lassen ist absolut lächerlich.

ich sage es nicht nur deshalb, weil ich selber eine domain mit dem kürzel „vz“ habe: BlogVZ

sondern weil es nach duden einfach ein allgemein gebräuchliche Abkürzung für „verzeichnis“ ist.

sollte meine seite online gehen, so werde ich mich dagegn wehren

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