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quergelesen: Die Presseschau (Wo. 16)

18. April, 2007 von Tino Krener

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) hat Probleme mit dem Begriff Urheberrecht. Nachdem die Redakteurin Susanne Schild ohne zu fragen einen Artikel von Peer Schader aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) übernommen hat, bietet man als Entschädigung lediglich das übliche Zeilenhonorar an. Schader scheut nicht, die eMail in seinem Blog Medienpiraten.tv zum Teil zu veröffentlichen.

Hauptthema vorige Woche in der Blogosphäre war die Bloggerkonferenz re:publica. Einige Teilnehmer waren fleißig am Live-bloggen, wie man zum Beispiel hier sehen kann. Steffen Büffel zieht auf seinem Blog media-ocean ein Ressüme über die Veranstaltung. Bei der Tagesschau wird das Thema im Rahmen eines Beitrags über Toni Mahoni behandelt.

Welt Online, die Netzeitung und Telepolis fassen die Konferenz gepaart mit einem Diskurs über Sinn und Wirkung von Blogs zusammen.

Jean-Remy von Matt, der Mitbegründer der Werbeagentur Jung von Matt, bricht sein Schweigen. Seine Aussage in einer privaten eMail, dass Blogs “Klowände des Internet” sind, gelang an die Öffentlichkeit und wurde gerade in der Blogosphäre heiß diskutiert. Das Schlagwort wurde in 40 Sprachen übersetzt und sogar in der „Times“ zitiert. Jetzt spricht er im Blog „off-the-record“ zum ersten Mal darüber.

Sao Paulo werbefrei. Die  brasilianische Großstadt lies alle Werbeformen entfernen, weil sich die Werbebranche den Vorschriften bezüglich der Plakatformate widersetzte.

Die Berliner Zeitung berichtet, wie Tageszeitungen den Anschluss an das Web 2.0 suchen.

Journalismus wird mobil. „Wir gestalten nur eine Übergangsphase“, so der Focus Online-Chefredakteur Jochen Wegner im Interview mit dem Magazin für Medienjournalismus „Neue Gegenwart“.

Nachdem Microsoft die Bieterschlacht um das Werbenetzwerk Doubleclick verloren hat, warnt der Monopolist vor dem Monopolisten Google.

Endemol plant das Konzept von Big Brother mit Second Life zu verschmelzen. Zusammen mit dem Videospielhersteller Electronic Arts soll das neue Format „Virtual me“ entstehen.

Der Buchautor und Blogger Sascha Lobo zu Gast im „ZDF nachtstudio“. Medienrauschen fast das Gesehene treffend zusammen.

Kategorie : SQnstiges

Kommentare

1

diesmal eine gute schau…

sehr interessante sachen. klick mich schon ne halbe stunde durch…aber recht 2.0ig diesmal, wa?

ach und ne bitte noch: nehmt doch dieses hitflipbanner raus. ist ja peinlich 😉

2

ach naja, die hitflipper bringen paar Besucher auf die Seite. Idee ist ja an sich gut und geht ja auch nur ganz kurz. Halt eine virale Kampagne letztendlich für die eigene Seite mit wenig Preisgeld (wo doch eigentlich die Samwer Brüder hinter Hitflip stecken … man spart.

Geb dir recht, mit der 2.0-Lastigkeit hatte ich auch ein schlechtes Bauchgefühl diesmal. Aber das waren so die Themen, mit denen ich mich diese Woche beschäftigt habe.

3

nun ja, wenn es nicht zur regelmäßigkeit wird, dann ist es ja auch mal ne abwechslung. schließlich wird in den klassischen medien viel zu selten aus der blogwelt zitiert oder themen aufgegriffen.

4

Naja, das ist halt immernoch das Problem in deutsches Land, Sub- und klassische Medien finden nicht zusammen.

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oh ja schlimm ist das. dieses VS. ist einfach nur grauenhaft. alle schieben sie hass aufeinander anstatt sich mal an einen tisch zu setzen. synergien und so 😉

immer faseln sie von produkterweiterungen, zusatz zu den doch objektiven klassischen medien … usw.
was ist an dieser aufteilung schlimm, dass nicht beides nebeneinander geben kann?

6

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