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MIDAS: Europäisches Filmarchiv geht online

18. Januar, 2007 von Stefan Oßwald

1169122285i10971.gifIm Februar startet das EU-geförderte Internetportal filmarchives online http://www.filmarchives-online.eu. Das Filmarchiv soll den Zugang zu den Filmkatalogen verschiedener europäischer Institutionen bieten.

Zunächst sind daran fünf Archive beteiligt, unter anderem das Deutsche Filminstitut (DIF), das für die Realisierung des Portals verantwortlich ist. filmarchives online ist das Ergebnis des EU-Projekts MIDAS – Moving Image Database for Access and Re-Use of European Film Collections und richtet sich in erster Linie an Film- und Medienproduzenten, audiovisuelle Archive und an die Wissenschaft. „Zugänglich wird das Portal für jeden sein. Für Privatpersonen ist es aber nicht unbedingt interessant, da sich die Informationen alle auf Archivfilme beziehen“, erklärt Georg Eckes, Verantwortlicher für MIDAS beim Deutschen Filminstitut, im Gespräch mit pressetext.

filmarchives online hat sich zum Ziel gesetzt, den Zugang zum europäischen Filmerbe zu erleichtern und die kommerzielle und kulturelle Nutzung zu fördern. „Die Auswahl besteht zum überwiegenden Teil aus nicht-fiktionalen Filmen wie Dokumentationen oder alten Wochenschauen“, sagt Eckes. Zu den meisten Titeln gebe es auch kurze Inhaltsbeschreibungen, die in der Regel in Englisch verfasst sind. Das Portal bietet Zugriff auf die Daten aller beteiligten Institutionen. Im vergangenen Jahr zählten neben dem DIF auch das British Film Institute, das tschechische Nationale Filmarchiv, die Cineteca di Bologna sowie die DEFA-Stiftung aus Berlin dazu. Mittlerweile haben sich aber bereits elf weitere Archive dem Projekt angeschlossen.

Das Angebot des Online-Archivs umfasst zum Start rund 4.000 Filme, bis 2008 sollen es dann mindestens 15.000 sein. Die Benutzung ist kostenlos und soll ähnlich einem Online-Bibliothekskatalog verlaufen. „Im Unterschied zu Portalen wie etwa der Internet Movie Database (IMDB) kann hier nicht einfach jeder Veränderungen vornehmen. Und während die IMDB mehr ein Lexikon ist, geht es bei filmarchives online vor allem auch um die tatsächliche, physische Verfügbarkeit der Filme“, so Eckes gegenüber pressetext. Es gebe natürlich auch die Perspektive, das Archiv verstärkt um fiktionale Werke zu erweitern, zunächst sei man aber stolz darauf, den nicht-fiktionalen Bereich abzudecken.

Quelle: pressetext

Kategorie : Sonstiges, SQnstiges

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