Mai
10

kyte.tv: Der eigene Fernsehsender

10. Mai, 2007 von Michael Gottwald
Bei kyte bestimmst Du das Programm
Bei kyte bestimmst Du das Programm

Youtube hat es vorgemacht. Seit dem Start des Videoportals haben unzählige Menschen selbstproduzierte Filme hochgeladen. Das erfolgreiche Konzept hat viele Nachahmer gefunden, wie etwa Sevenload, Clipfish oder MyVideo, um nur einige zu nennen. Mit kyte.tv will die Firma decentral.tv auf diesem Markt mitmischen.

Die Besonderheit an der neuen Geschäftsidee: „Kyte.tv bringt auf einzigartige Weise drei grosse Trends zusammen: User Generated Content, Social Networks und Mobile Dienste“, meint der Gründer Daniel Graf. Bisher konnte man Videos und Fotos lediglich hochladen und dann wurden sie verbreitet. Mit kyte ist man während des Uploads oder Betrachtens der Videos und Fotos live per Chat mit zahlreichen anderen Nutzern verbunden. Somit können direkt Anweisungen für die Aufnahmen gegeben werden oder live Feedback eingeholt werden. Jeder Benutzer hat die Möglichkeit seinen eigenen TV-Kanal zu betreiben. Die Inhalte können nicht nur bei kyte platziert werden. Die Einbindung ganzer Kanäle in Weblogs, nicht nur einzelner Videos wie bisher, ist damit möglich. Künftig könnten hunderte Amateure ihre Inhalte im Netz einem Massenpublikum anbieten und damit etablierten Fernsehsendern Konkurrenz machen, denkt Daniel Graf.

Der Web-TV-Dienst hat Ende April seinen Beta-Betrieb aufgenommen. Die angepriesene Nutzung via Handy ist größtenteils allerdings noch nicht möglich. Viele Mobiltelefone sind technisch noch gar nicht in der Lage ein solches Programm zu betreiben. Ebenso schrecken die niedrigen Datenübertragungsraten ab. So können bis jetzt nur Fotos vom Handy aus online gestellet werden. Doch mit Swisscom hat zu mindestens ein Schweizer Mobilfunkanbieter seinen Nutzern einen kostenlosen Testbetrieb erlaubt. Mehrere hundert Schweizer haben inzwischen einen eigenen Kanal eröffnet.

Nicht nur die Macher von kyte und die Pioniere der ersten Stunde glauben an den Erfolg des Projektes. Zu den Kreis der Geldgeber zählt unter anderen auch Niklas Zennström, der Entwickler des Internettelefondienstes Skype. Zennström selber hat ebenfalls mit joost einen eigenen Web-Tv-Dienst gestartet. Im Gegensatz zu kyte verwertet joost das Programm bestehender Fernsehsender und erweitert es um die Möglichkeiten des Internets. Benutzer können sich das Fernsehprogramm anschauen, dabei chatten oder die Inhalte weiterverbreiten. Finanzieren will sich das ganze Angebot über Werbung. Derzeit ist joost noch in der Betaphase, mitmachen kann man nur über persönliche Einladungen, die heiß begehrt sind.

Eines der beliebtesten Programme bei kyte.tv ist MashuptownTV, bei dem bekannte Musikstücke ineinander gemixt werden.

Kategorie : SQnstiges

Kommentare

1

Die Idee an sich ist klasse. Wenn der Handydienst kostenlos wäre, könnte man bei sehr vielen Ereignissen an unterschiedlichen Orten der Welt live dabei sein. Selbst wenn ein Komolitione die Vorlesung sendet und ich mich währenddessen gleich mit anderen über die Inhalte austauschen kann, ist das ein großer Mehrwert.

Ich denke, dieser Dienst wird dadurch aber mit einigen Copyrightproblemen zu kämpfen haben.

Und das ich aus den bisherigen einzelnen Youtube Videos jetzt Themenchannels einrichten kann, mit Votings und Textinfos versehen kann, ist ein toller Service.

Wäre hätte den Bock auf ein KurzfilmTV?

2

MW Digital goes kyte.tv 😉
Das Thema Urheberrechtsprobleme wird wahrscheinlich noch ziemlich groß werden in nächster Zeit Youtube vs. Viacom & Co. sind da wohl erst der Anfang.

3

Wir haben auch einen Kyte Channel jetzt 😉

Unser Kyte Poker TV Channel findet ihr unter http://www.pokerfaq.ch/page.php?45

cheers

4

@Micha, mit MW Digital war nur ein Scherz oder?
Mensch, dann könnte ich endlich mal die Propeller Folgen sehen, die sonst nur fürs Archiv gemacht werden oder bei zielgruppen-konträren Sendern ausgestrahlt werden.

Ja außer Sevenload überlebt hier keiner von denen auf Dauer. Ist halt ne ziemlich wacklige Sache mit copyright geschützten Material anderer Geld zu verdienen. Außer die Schaffen ein intelligentes Werbesystem bei dem die Urheber automatisch Geld für daneben oder hinein platzierte Werbung bekommen … dann lassen die es sich gefallen.

5

Natürlich war das nur ein Scherz 😉

6

Ja außer Sevenload überlebt hier keiner von denen auf Dauer. Ist halt ne ziemlich wacklige Sache mit copyright geschützten Material anderer Geld zu verdienen

Warum gerade sevenload.de?

7

Weil Sevenload ausschließlich auf legales Material setzt und damit ihre Besucher generiert. Die anderen Seiten wollen ja gerade, dass jedes Video der Welt hochgeladen wird (frei nach einem Origiginalzitat von YouTube)

Wie du heute bei sevenload sehen kannst, haben die richtige Kanäle eingerichtet. Themenchannels – Special Interest Fernsehen – online.

Lass Deine Meinung da: