Mai
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Klimaerwärmung – Mein Fazit

4. Mai, 2007 von Stefan Streicher
Medienstudent Stefan Streicher
Medienmanagementstudent
Stefan Streicher

Heute schreibe ich euch aus der Ich-Perspektive. Die ganze Woche hab ich euch verschiedene Meinungen zum Thema vorgestellt, heute möchte ich ein ganz persönliches Fazit ziehen. Ich gehöre zu den Leuten, welche Ende 2006 Al Gore’s Film „Eine unbequeme Wahrheit“ im Kino sahen und davon geschockt waren. Ich wollte nicht wahr haben, dass jetzt wo ich noch mein halbes Leben vor mir habe, mein Planet zu Grunde gehen soll. Nach kurzer Depression folgten Aktionen. Ich nahm Freunde und sogar meine Eltern mit ins Kino. Überzeugte alle die mir nahe stehen von der Dringlichkeit der Angelegenheit. Doch die Welt schien zu jener Zeit nur wenig Kenntnis von der Problematik zu nehmen. Daraufhin mailte ich unter anderem Peter Kloeppel von „RTL AKTUELL“ und forderte ihn auf den Klimawandel intensiver zu beleuchten und es zu einem Top-Thema in Deutschland zu machen. Peter Kloeppel antwortet persönlich, jedoch zurückhaltend. „RTL AKTUELL“ verfolge den Prozess und würde immer wieder darüber berichten. Meiner damaligen Meinung nach zu wenig.

Mit der Veröffentlichung des UN Klimaberichtes 2007 änderte sich dies schlagartig. Auf einmal wurden meine Wünsche erhört und die Welt über die drohenden Gefahren aufgeklärt. Doch die Aufklärung ging mir nach ein paar Wochen zu weit. Auf einmal durfte ich nicht mal mehr Erdbeeren kaufen, weil die zu viel CO2 verursachen. Das Thema wurde zu einer riesigen Blase aufgebauscht. Ich dachte, dass auf diese Art keiner dazu bewegt wird sein Verhalten zu ändern, sondern eher eine „Lasst mich doch in Ruhe, ihr nervt“-Stimmung kommt. Trotzdem blieb ich Al Gore treu. Kaufte mir sein Buch, dazu die DVD und studierte seine Daten intensiv. Diese Fakten wollte ich noch mehr Menschen näher bringen. Da meiner Meinung nach, viele Leute nur ein grobes Wissen vom Klimawandel haben, aber keine Details zum Thema kennen. Ich beriet mich mit der denQuer-Redaktion, über die Veröffentlichung der Fakten des Al Gore Buches.

Ich steigerte mich in eine tagelange Recherche. Kritik an Gore oder der Richtigkeit des UN Berichts konnte ich vorher bei keinem Mainstream- Medium festestellen. Irritiert war ich unso mehr, als ich auf verschiedenen Internetseiten auf einmal ganz andere Ansichten zu lesen bekam. In der Folge war ich sogar von meinem Helden Al Gore enttäuscht, auf den ich monatelang so viel gesetzt hatte. Seine Unbequeme Wahrheit wies kleine aber entscheidende Fehler auf. Außerdem las ich von vielen Wissenschaftlern, die ihm dramatische Übertreibungen ankreideten. Um die Menschen wach zu rütteln, war aus seiner Sicht sicher auch Übertreibung notwendig. Und ich muss Gore auch zugestehen, dass er kein Experte ist und sich alle Fakten selbst über Jahre erarbeitet hat.

Interessant fand ich auch, dass der UN Klimabericht von den meisten Wissenschaftlern unterstützt wird und zu 90% sicher sein soll, dass aber ein Großteil der Fakten nur auf Computersimulationen beruhen. Da die Simulationen nur auf vorhandenen Messwerten aufbauen aber die Wissenschaft noch sehr jung ist, bin ich mir über die wahren Ursachen der Klimaerwärmung sehr unsicher. Dies gilt genauso für die Gegner des Berichts. Auch diese können nur Vermutungen anstellen. Die wahre Ursache der Erderwärmung kann meiner Meinung nach niemand zu 100% beweisen. Und solange zweifle ich persönlich jede Theorie an.

ich persönlich bewerte die aktuelle Klimadiskussion als positiv. Es scheint als würde ein Umdenken in unserer Gesellschaft statt finden. Wie Al Gore zutreffend beschrieben hat, breitete sich der Mensch in den letzten 50 Jahren explosionsartig aus. Der Rohstoffbedarf und die Zerstörung unseres blauen Planeten ist enorm fortgeschritten. Immer mehr Urwälder werden durch Brandrodung zu Agrarflächen gemacht und dadruch viele Lebensräume unwiederbringlich zerstört. Immer mehr Tierarten sterben aus, die Meere werden leer gefischt. Allein dafür, dass immer mehr Menschen ernährt werden können. Geht das nicht auch schonender? Die Liste der Umweltsünden ist endlos lang. Durch die neue Klimaschutzbewegung könnte also auf positive Weise erreicht werden, dass mit der Ausbeutung Schluss ist.

Für mich persönlich heisst es weiter grün denken. Aber nicht mehr auf Grund der aktuellen CO2 Hysterie. Sondern wegen der dramatischen und unnatürlichen Verwüstung der Erde durch den Menschen.

Kategorie : SQnstiges

Kommentare

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hey stefan, großes lob für die artikel der ganzen woche. der klima wandel ist ein großes und wichtiges problem aber meiner meinung nach ist der baldige rohstoff mangel ein noch viel größeres. dieses thema könntest du auch mal genauer beleuchten.

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„Daraufhin mailte ich unter anderem Peter Kloeppel von „RTL AKTUELL“ und forderte ihn auf den Klimawandel intensiver zu beleuchten und es zu einem Top-Thema in Deutschland zu machen.“

Es ist zwar richtig, dass es die Aufgabe von Medien und Journalisten ist, Themen zu setzen, aber dennoch machen sich Journalisten nicht mit einer Sache gemein, auch nicht mit einer guten. Also keine Lobbyarbeit für den Klimaschutz. Das ist Aufgabe von Governance: also NGOs, Politik, Unternehmen zusammen.

Darüber hinaus ist Klimaerwärmung schon ewig ein Thema in Deutschland, in den Medien, in der Forschung, in den Schulen, und in der Politik.

Al Gores Film richtet sich ja wohl eher an die amerikanische Öffentlichkeit, die in einigen (recht großen) Teilen, das Thema nicht derart begriffen hat, wie es in Europa der Fall ist (ganz zu schweigen von der amerikanischen Politik).

So richtig glauben kann ich Dir nicht, dass Du erst Ende 2006 nach einem Kino-Besuch mitbekommen hast, dass der Klimawandel ein Problem ist.

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Das kannst du mir aber gern glauben! Ich sehe mich als den ‚Normalo‘ Medienkonsumenten, der täglich etwas im TV, Zeitung und Internet die Nachrichten verfolgt. Doch eigentlich nur in den großen Mainstream Medien. Klar gab es immer mal vereinzelte Medienberichte, doch vor Al Gore war mir nicht klar, dass das so ne Bedrohung für uns ist.

Da hat mich die damals vorhandene Berichterstattung zu wenig angesprochen und konnte mich noch nicht dafür sensibilisieren. Und da stehe ich jedenfalls in meinem Umkreis nicht allein. Da hat niemand groß über Umweltschutz nachgedacht.

Europa ist sicher schon weiter als die USA: Wir haben Mülltrennung und schon überall Wind, Wasser- und Solarenergie. Jeder fährt täglich an solchen Anlagen vorbei. Doch meiner Meinung nach war die Mehrheit der Bevölkerung absolut nicht für dieses Thema sensibilisiert. Der beste Beweis ist doch die zur Zeit stattfindende hysterische Berichterstattung. Die hätte es in einem aufgeklärten Europa sonst wohl nicht geben müssen. Dies kannst du ja auch gern anders sehen.

Nur für mich persönlich kann ich dir garantieren, war das Thema Umweltschutz vor dem Al Gore Film absolut kein großes Thema. Ein begleitendes, was man so nebenbei wahr genommen hat, aber kein zentrales. Und jetzt ist das Thema im Leben zentral geworden. Vorher haben glaube ich nur wenige am Stammtisch oder beim Smalltalk über den Klimaschutz geredet. Jetzt macht es Hinz- und Kunz.

Und das wollte ich damals auch mit der Medienaktion, wie dem Anschreiben an RTL aktuell erreichen, dass Hinz- und Kunz den Umweltschutz zum zentralen Thema macht. Damit wir unseren Planeten vor schlimmerem bewahren können. Da fühlte ich mich machtlos, wollte irgendwas machen und deswegen habe ich einfach mal paar Schreiben abgesetzt. Und auch wenn die Medien sich nicht mit einer Sache gemein machen sollen, tun sie es täglich immer wieder. Und das wollte ich nutzen. Und auch wenn NGO’s usw. lang dafür kämpfen, vor Al Gore hatten sie es nicht geschafft so eine flächendeckende Aufmerksamkeit zu bekommen.

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„Nur für mich persönlich kann ich dir garantieren, war das Thema Umweltschutz vor dem Al Gore Film absolut kein großes Thema.“

Na mein Schlüsselerlebnis war, als ich im Alter von 11 Jahren ölverklebte Vögel in der BRAVO sah 🙂

Das hat zwar nicht mit Klimawandel zu tun, aber immerhin.

Und ich muss gestehen, den Film von Al Gore habe ich gar nicht selber gesehen. Vielleicht leihe ich mir den am Wochenende ja mal aus und ändere meine Meinung nochmal: kann ja sein, dass ich wie früher Du, die Bedeutung des Themas auch noch gar nicht erfasst habe.

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@ Medienblogger

Das Problem, dass Leute, die etwas machen, sich dafür (in Deutschland) auch noch rechtfertigen müssen, zeigt eindrucksvoll dein Beitrag.

Warum muss sich jemand dafür rechtfertigen, dass er sich in den letzten Wochen intensiv mit dem Thema beschäftigt hat?

Es ist doch offentsichtlich, das Medien eine Angenda haben, in der Themen nach Ansicht des Chefreporters geordnet werden. Außerdem ist der Anteil von Eigenrecherche bei vielen Medien immer geringer. In RTL Punkt 12, Brisant u.ä. wird mir ja täglich BILD Zeitung vorgelesen.

Warum soll man nicht einmal bei Journalisten nachfragen, warum über bestimmte Themen nicht kritisch berichtet wird? Lobbyarbeit wird doch täglich in den Medien gemacht. Warum wird über das nicht versteuern von Flugbenzin erst berichtet, als die UN Fliegen als umweltschädlich bezeichnet? Viele Medien weichen doch völlig wieder von der eigentlich Diskussion ab. Das die Erde ausgebeutet wird. Stattdessen schmeißt man sich auf diejenigen, die sich engagieren.

Medien betreiben Lobbyarbeit. Egal ob die BILD Zeitung gegen Stefan Raab disst, oder die öffentlich rechtlichen über die Vorteile der GEZ-Gebührenerhöhung berichtet.

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Hi Oliver,

Warum muss sich jemand dafür rechtfertigen, dass er sich in den letzten Wochen intensiv mit dem Thema beschäftigt hat?

Niemand wurde aufgefordert, sich zu rechtfertigen. Ich habe lediglich Verwunderung darüber geäußert, dass Stefan so plötzlich und intensiv auf das Thema Klimawandel aufmerksam geworden ist. Ich finde es aber gut, dass es so ist.

Es ist doch offentsichtlich, das Medien eine Angenda haben, in der Themen nach Ansicht des Chefreporters geordnet werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Journalisten bei der Selektion von Nachrichten, an den Nachrichtenfaktoren oriniertieren. Aber Du hast natürlich absolut Recht, dass die Massenmedien erstens oft alle über ähnliche Dinge berichten (was die These der Nachrichtenfaktoren natürlich stützt) und zweitens sehr viel aus anderen Medien oder Agenturen übernommen wird. Dennoch gibt es natürlich sehr viele Medien, in denen Du Informationen findest, die in den Massenmedien nicht vorkommen.

In RTL Punkt 12, Brisant u.ä. wird mir ja täglich BILD Zeitung vorgelesen.

Ich lese weder die Bild-Zeitung, noch schaue ich die genannten Sendungen, allerdings bin ich der Meinung, dass es in Deutschland ausreichend Möglichkeiten gibt, sich über das Thema Klimawandel zu informieren. Wie ich ja schrieb, hat mich um 1991 oder so, die BRAVO (!) darauf aufmerksam gemacht, dass der Mensch die Natur zerstört. Erinnere Dich bitte auch an die Aufmerksamkeit, die Greenpeace mit Brent Spar erlangen konnte (in den Mainstream-Medien). Letztlich hat sich Shell trotz eines gegenteiligen Beschlusses des britischen Parlaments (Versenkung der Ölplattform ist ok) gegen ein Versenken von Brent Spar entschieden. Eben weil das im Bewusstsein der Öffentlichkeit schon ein Umweltproblem war, und Shell sich diesem Druck beugte.

Warum soll man nicht einmal bei Journalisten nachfragen, warum über bestimmte Themen nicht kritisch berichtet wird?

Da haben wir uns falsch verstanden. Das ist völlig in Ordnung. Ich habe aus Sicht der Journalisten argumentiert: Und die sollten sich nicht für eine Sache einspannen lassen, selbst, wenn es eine gute ist. Das ist (nicht nur) meine Überzeugung. Und das birgt für einen wichtigen Punkt journalistischer Unabhängigkeit: Beide Seiten zu Wort kommen lassen!

Leider hast Du allerdings Recht, das oftmals das Gegenteil der Fall ist:

Lobbyarbeit wird doch täglich in den Medien gemacht.

Ich hoffe, ich verstehe Dein Argument nicht so: Wenn die Medien ja eh schon Lobbyarbeit machen, warum dann nicht auch gleich noch für Umweltschützer.
In den Medien sollten alle Interesse und Stimmen der Gesellschaft vorkommen, und das gilt auch für Unternehmen, die vielleicht sagen „Umweltschutz können wir uns nicht leisten“. Natürlich muss die Redaktion dem Leser ein Argument an die Hand geben, solche Meinungen richtig einzuordenen (Kommentare, gut recherchierte Artikel: Stimmt das denn überhaupt, dass sich Unternehmen XY es nicht leisten kann?)

Wie auch immer, ich hoffe, ich konnte ein paar Missverständnisse ausräumen, die mein Beitrag bei Dir verursacht hat.

Es ist keinesfalls so, dass sich Stefan oder sonstwer in unserer Gesellschaft dafür rechtfertigen sollte, wenn er sich für eine seiner Meinung nach gute Sache engagiert.

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So, ich nochmal. Als hätte mein Feed-Reader (oder der Blogger der tagesschau) es geahnt, spuckt er grade einen Beitrag aus, der absolut passend zu meiner Argumentation ist:

Hier

Mal ein kleines Zitat:

Der eine oder andere mag meinen, dass es sogar Mittel der Dramatisierung braucht, um die Gesellschaft aufzurütteln. Damit können wir natürlich nicht dienen. Wir können nur berichten, was passiert, können wieder und wieder Hintergründe klar machen. Und dann vielleicht einen Kommentar dazu stellen, in dem je nach Position auch aufgerüttelt werden darf. Mehr geht bei uns nicht.

Betrifft in dem Fall wie gesagt die tagesschau.

Das war eigentlich auch meine Argumentation weiter oben.

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Hi ihr Klimaschützer; das dürfte Euch interessieren:

Die aktuelle Ausgabe des Spiegel behandelt als Titelthema:

Hilfe… Die Erde schmilzt!
Die große Klima-Hysterie

Ich werds mir bestimmt mal anschauen. Dachte direkt an Euch, als ich den Spiegel heute am Zeitungskiosk sah.

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Ja danke medienblogger. Super Hinweis, werd mich auch gleich mal drauf stürzen.

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Zum Thema Klimawandel kann ich nur sagen, dass gerade ein Medienmanagement-Student in der Lage sein sollte, einen sinnlosen Untergangs-Hype aus der Medienlandschaft heraus zu erkennen. Leider ist das nicht der Fall.
Bevor wir alle dramatisieren, sollten wir uns informieren. Und zwar nicht nur bei den Schwarzmalern, sondern bei seriösen Wissenschaftlern.
Das Problem der Menschen ist nicht der Temperaturanstieg. Das Problem sind wir selbst… kein Klimawandel vernichtet Arten, kein Klimawandel zerstört Lebensräume – dafür ist allein der Mensch verantwortlich.
Ich empfehle als Lektüre den SPIEGEL der letzten Woche, wie schon der Kommentar weiter oben anregt.

Mit freundlichen Grüßen, Micha

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Hi Micha,
hättest du die Woche genau mitverfolgt, wäre dir aufgefallen, dass wir genau deinem Wunsch entsprochen haben. Wir haben den Hype in Frage gestellt und ganz andere Theorien vorgestellt.

Ein schönes Wochenende euch allen im Lande, Ciao Stefan

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Wir sind sündig und eigentlich an Allem schuld!

Ein Ansatz der in alt-testamentarisch geprägten Kulturkreisen immer zieht.
Denn wäre es anders, dann wären wir ja klein, schwach und unbedeutend – wer will das schon sein.
Es gibt wenigstens 2 Wege sich einem komplexen Problem zu nähern:
Ich kann einfach glauben und möglicherweise dann auch missionieren – seit Jahrtauschen erfolgreich praktiziert und es hat große kulturelle Leistungen hervorgebracht.
Man kann auch hinterfragen und zweifeln, oft anstrengend, weil nicht so kuschelig, wie in der Menge zu schwimmen und manchmal eine heiße Sache, die auch schon auf dem Scheiterhaufen geendet hat.

Wenn man aber noch offen für Fragen ist, sollte man sich vielleicht folgende stellen:
Kann es sein, dass wir schuld sein wollen, weil wir wollen, dass wir im Mittelpunkt stehen und sich alles um dreht? Noch vor Zeiten mussten wir den Platz als Zentrum, um das sich alles dreht an die Sonne abgeben. Nun soll sich die Sonne doch wenigstens aus der Klimaänderung heraushalten – die wollen wir selber machen.
Ist es nicht so, dass gerade die so genannten seriösen Wissenschaftler ihrer jeweiligen Zeit die Bremsen wären?
Es waren die seriösen Wissenschaftler ihrer Zeit, die die Erde platt hielten, die Giordano Bruno auf den Scheiterhaufen und Galileo Galilei zum Schweigen brachten. Alles finsteres Mittelalter? Auch Geheimrat Goethe brauchte das biologische Ableben der seriösen Wissenschaftler seiner Zeit um die Entdeckung des Zwischenkie-ferknochens öffentlich feiern zu können – was eigentlich nur eine Wiederentdeckung war – und auch die Quan-tenmechanik hatte ihr Anfangsproblem mit der seriösen Wissenschaft.
Kann es nicht sein, dass die junge Wissenschaft Klimatologie, wie so jede junge Wissenschaft, einfach auch viel Unsinn produziert?
Gibt es nicht auffällig viele Parallelen zwischen Hofastrologen vergangener Zeiten und heutigen ministeriell berufenen Klima- Professoren?
Warum sollten ausgerechnet wir weniger Fehler machen als unsere Vorgänger? Weil wir ja so fürchterlich schlauer sind! Hat das aber nicht immer jede Generation über die Vorgänger gedacht? Es besteht also eine erhebliche Wahrscheinlichkeit, dass der heutige CO2-Kampf der Lacher künftiger Generationen wird und die CO2-Zertifikate in eine Reihe mit den Ablass-Briefen gestellt werden. Ja noch schlimmer heutige grüne Klima- und Rohstoffschützer könnten sich geschichtlich als Lebensverhinderer herausstellen, die dagegen kämpften, dass der Kohlenstoff des Lebens vergangener Zeiten, gespeichert in Öl und Kohle, wieder in den Kreislauf des Lebens eintritt, die den hungernden grünen Pflanzen den Nährstoff vorenthalten wollten und Sibirien und die Alpen nicht vom lebenshemmenden Permafrost befreien wollten. Doch auch wenn sich der jetzige Klimaschutz als Spielart eines homozentristischen Öko-Konservatismus herausstellen sollte, wird es sicher auch in diesen neuen Zeiten das Geschäftsmodel Angst geben.
M.I.T. Rechner-Pioniere schwärmen von ihren Zeiten, in den die Angst vor den Russen ihnen Karriere und den Zugang zu wissenschaftlichen Spielplätzen ermöglichte – und wer hat denn heute die dicken Rechnerspielzeuge.

Der konservative Ansatz wird nicht besser, wenn man neue Postulate wie das einer „dramatischen und unnatürlichen Verwüstung der Erde durch den Menschen“ in die Welt setzt. Zur ersten Weitung der ökologischen Sicht empfehle ich bedingt Naturschutz-Prof. Reichholf: „Die falschen Propheten-Unsere Lust an Katastrophen“ und vorallem die Aussage eines weisen Taxi-Fahrer aus dem Jahre 2007 den Niedergang des Zuckerrohranbaus auf den Kleinen Antillen betreffend: „Leben ist Veränderung, wenn du das nicht akzeptierst, wirst du untergehen.“

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Man muss wissen, dass das ICPP gegründet wurde, den menschlichen Anteil am Klimawandel zu beweisen. Heißt das, der Bericht ist auf jeden Falls falsch, weil die Ergebnisse getürkt sind? Nein, sicherlich nicht. Genauso wenig bedeutet es, dass der Bericht den ICPP richtig sein muss. Unsere Welt hat genügend Probleme die gelösten werden müssen, Aids ist eines davon. Leider wird aufgrund eines Berichtes viel viel Geld ausgegeben, was an anderer Stelle dringend gebraucht wird.

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Eine wirklich gute Diskussion hier. Und Stefans Artikel ist ein wirklich gutes Beispiel, wie es einem mit dem Umweltbewußtsein gehen kann. Auch bei mir war es ähnlich, seit 1979 bin ich bei dem Bund Naturschutz. Und dann fingen die plötzlich an, unsere fränkische Heimat mit Windrädern zuzumüllen – an den unglaublichsten Naturstandorten! Außerdem werben sie massiv für Solaranlagen überall – von der Verschandelung der Ortsbilder keine Rede. Je mehr ich anfing, den Mainstream-Ökologismus im Detail und insgesamt in Frage zu stellen, umso gräßlicher wurde dessen Mißbrauch deutlich.

– Ausgehende Energiequellen – von wegen! Nach den aktuellen Erkenntnissen ist das Zeugs weder fossil noch endlich, sondern strömt ständig nach. In Schweden fand man Öl und Gas unter dem Urgestein, in Sibirien wird es dort abgebaut. Alles preistreibender Verknappungshype – siehe auch Biosphäre der heißen Tiefe

– Klimaschutz durch Wärmedämmung – Quatsch! Die üblichen Dämmstoffe können gar nicht dämmen, siehe Dämmstoffversagen.

– Alternative Energie – wie lustig! Sowas von unsinnig und ineffizient – siehe z.B. Solarkritik, mal von Wasserkraft abgesehen.

Usw. usf. Schon traurig, wie unsere Naturliebe von den Geschäftemachern abgezockt wird. Trau, Schau, Wem?

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