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04

Ein guter Heimatfilm ist drei Minuten lang

4. März, 2007 von Tino Krener

Presseartikel vom Kurzfilmfestival Hamburg. „Keine Heimat“ sang die Gruppe Ideal in den 80ern. Der Song war ca. drei Minuten lang und hat nicht alles zu dem Thema endgültig und ausführlich gesagt. Er hat jedoch deutlich gemacht, dass es auch andere künstlerische Annäherungen an das Thema gibt als den großen Wurf von Edgar Reitz, der mit ca. 48 Stunden zu Buche schlägt. Das Thema Heimat ist, wenn man will, sehr deutsch und noch längst nicht zu Ende diskutiert. Es changiert irgendwo zwischen Gemütlichkeit und dumpfem Patriotismus. Für den Flotten Dreier, unseren Wettbewerb für Filme zu einem gegebenen Thema, die die Drei-Minuten-Grenze nicht überschreiten, hat das Festivalteam dieses Jahr ein Thema ausgesucht, dass je nach Einschätzung als heikel bis unzeitgemäß gilt: Heimat.

Ganz verschweigen wie es zu diesem Thema gekommen ist, wollen wir nicht. Bei der finalen Abstimmung des Festivalteams wurden die beiden Themenvorschläge mit den meisten Stimmen auf die beiden Seiten einer Käsescheibe geschrieben und diese als Münzersatz von Kapitän Jürgen Kittel in die Luft geworfen. Der Kommentar eines mit dem Thema unzufriedenen Mitarbeiters „Heimat ist doch Käse“ traf die Sache also ganz gut und könnte schon mal eine Hilfestellung für diejenigen sein, die nicht wissen, was für Sie Heimat ist.

Ein größerer Haufen Heimat hat sich schon bei uns angesammelt. Noch bis zum 1. April 2007 ist es noch möglich einzureichen.

23. Internationales KurzFilmFestival Hamburg: 06. bis 11. Juni 2007

Kategorie : SQnstiges

Kommentare

1
The incredible Hagen
4. März 2007 um 11:32

Tolles Thema eigentlich, ist ja nach den Diskussionen zur WM letzten Sommer wieder stark in Vergessenheit geraten.
Bin mal gespannt was sich die Teilnehmern da einfallen lassen, um ihre „Heimat“ filmisch darzustellen.
…Mich persönlich erinnerts ja nen bisschen an meine Zugangs-Hausaufgabe für die HTWM: „Typisch Deutsch“

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