Mrz
11

Drei Dinge des Lebens

11. März, 2007 von Tino Krener

Allein in Deutschland wird heute mehr Papier verbraucht, als in Afrika und Südamerika zusammen. Jeder Bürger verwendet im Jahr 236 Kilogramm an Papier und erreicht somit einen täglichen Verbrauch eines „Harry Potter“-Bandes im Durchschnitt.

Angesicht dieser Tatsachen klingt die Weisheit, dass man im Leben ein Kind zeugen, ein Baum pflanzen und ein Buch schreiben soll etwas absurd. Zur Rettung des Regenwaldes, machen wir uns stark für eine Anpassung:

Jeder Mensch sollte im Leben:

  • ein Kind zeugen
  • ein Baum pflanzen
  • und ein Blog betreiben

Die digitalen Seiten sind sozusagen ein erneuerbarer Rohstoff und schützen die Umwelt. Die traditionelle Weisheit stammt vom wissenschaftlichen Ansatz, dass mit jedem Buch das Wissen der gesamten Menschheit erweitert wird. Kann nicht auch ein Blog dazu in der Lage sein?

Die Fakten zum Papierverbrauch in einer PDF zusammengefasst von www.initiative-papier.de

Kategorie : SQnstiges

Kommentare

1

Heisst die Weisheit nicht eigentlich, ein Mann soll ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen? Wie kommst du aufs Buch?

2

also ich kenne beides, das mit dem haus und dem buch.

zur frage: nein, ich denke nicht, dass blogs bücher ersetzen können. blogs riechen nicht. blogs kann man nicht oder noch nicht bequem genug beim arzt/in der u-bahn/in der badewanne lesen. beim bücherlesen vergisst man das zwinkern nicht. blogs kann man nicht auf dem kopf balancieren. was ich sagen will: blogs fühlen sich einfach anders an als bücher. das ist kein kulturpessimismus, sondern subkjetives empfinden, wehmut, wenn jemand darüber redet, dass blogs bücher substituieren sollen. ich mag blogs, ich mag aber auch bücher. und computer tragen zum co2-ausstoß bei.

3

@ Denise, wenn man aber mit dem Umweltschutz argumentiert, dann sind Bücher eine Katastrophe: Wälder müssen gerodet werden, mit Erdöl wird gedruckt und dann muss das Zeug ja auch noch durch alle Welt geschippert werden, bis das Büchlein bei dir auf dem Nachttisch liegt…, dann lieber eine pdf.

4

Bei dem Gefühl ein Buch in der Hand zu halten gebe ich dir recht Denise. Mein Bücherschrank ist auch recht voll und ich habe mit einem Freund ebenfalls selbst eins veröffentlicht.

Vielleicht lass uns erstmal bei Zeitungen und Zeitschriften ansetzen. Im Moment kommt bei mir die Freie Presse unbestellt ins haus. So dick wie sie ist, fliegt sie direkt wieder weg. Die Nachrichten find ich viel schneller und übersichtlicher sortiert im Internet. Wenn ich mich beobachte, was ich wöchentlich für einen Werbemüll weg schmeiße, wird mir richtig Angst um die Umwelt.

Als mich dann die Woche eine Freie Presse Vertreterin anrief und sie meinem Argument der hohen Umweltbelastung durch das eigene Blatt gegenüber stand, waren auf einmal jegliche Verkaufsargumente weg. Haben sich solche Verlagshäuser schon mal ernszunehmende Gedanken darüber gemacht?

Den Spruch oben gibt es in den beiden Varianten mit Haus oder Buch. Wahrscheinlich von Luther geprägt, ist aber nie bewiesen. Ich finde Buch sinnvoller, weil:

1. Kind – Erhaltung der Lebenslinie und der Gesamtbevölkerung
2. Baum – Ausgleich und Schutz der Umwelt
3. Buch – Erweiterung des Wissens der Menschheit

Mit einem Hausbau hilft man nur sich selbst und nicht der gesamten Rasse Mensch.

5

Was man unbedingt(!) getan haben muss sind folgenden Dinge:

http://www.crazylifeblog.de/250-dinge-die-man-nicht-unbedingt-getan-haben-muss.php

:-), auf gehts!

6

640 Gramm Papier pro Tag?? Da zählt auch die fette Tageszeitung rein, oder? Ich verschwende zwar selbst genug Notizblocks, aber so schwer sind die nun auch nicht 😉

Und: Sprach man nicht schon vor über 10 Jahren, sobald der Computer halbwegs Mainstreamtauglich wurde, vom Papierlosen Büro? Ich glaube, Bücher, Zeitungen, jede Art von Buchstaben auf Papier, wird in absehbarer Zeit nicht verschwinden.

7

What I’m Currently Up To…

[…] Normally I don’t write about other peoples blogs, but this one really caught my eye: […]…

Lass Deine Meinung da: