Mai
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Das sind News!

26. Mai, 2007 von Tino Krener

Die Aufgabe der öffentlich-rechlichen Rundfunkanbieter ist es, den Zuschauer in den Bereichen Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung mit einem umfassenden Programmangebot zu versorgen. Quoten- und Zielgruppendenken sollten dabei völlig egal sein, denn finanziert wird dieses Angebot durch die Gebührenzahler bei der GEZ.

In der Praxis sieht das so aus, das Jörg Pilawa und Thomas Gottschalk in der PrimeTime „Promifernsehen“ betreiben und qualitativ hochwertiger Journalismus mitternachts auf den Dritten „versendet“ wird. Blogmedien berichtete.

Das dies nicht nur ein Problem in Deutschland ist, zeigt das Video der amerikanischen Internet-Comedy Figuren „JibJab“ auf fast schon traurig-lustige Weise … nur gibt es dort keine Pflicht-Rundfunkgebühren.

Diskussionen erwünscht!

Das denQuer-Team wünscht allen Lesern schöne Pfingsten!

Kategorie : SQnstiges

Kommentare

1

Um so ein Thema auf den Punkt zu bringen, brauchen verkniffene deutsche Medienjournalisten viele Zeilen – und keiner kapiert es. JibJab bringen es in 1:30 auf den Punkt – und man kann darüber sogar noch herzlich lachen. Klasse Tipp. Danke dafür.

2

„The world’s greatly affected by the stories you choose to put into the news“

Und genau dieser Missstand wird durch Dienste, wie digg.com, yigg.de und webnews.de noch weiter, auf Basis des Internets, multipliziert. Die mit 10-fachen Abstand meist bepunktete News bei yigg ist:

„Barbara Meier ist Germany’s Next Topmodel“

… da weißte bescheid.

3

Das Video ist klasse und sehr bezeichnend für den aktuellen Trend sämtlicher TV-Formate: Voyerismus ist so beliebt wie nie, gut recherchierte Themen (vor allem politisch!) dagegen bekommt man nur noch selten. Und auch, wenn ich der Meinung bin, dass gerade die Öffentlich-Rechtlichen in diesem kurzweiligen Beobachtungs-Sumpf ihrer Nachrichten- und Informationsrolle gerecht werden müssen, so kann doch die „Pilawisierung“ in gewisser Weise auch als Symptom für unsere Gesellschaft gesehen werden. Sicherlich haben die ÖR auf Grund der Gebührenfinanzierung keine derartige Notwendigkeit der Senderpositionierung, die der Masse entsprechen muss. Aber wäre es nicht auch denkbar, dass mit dem sinkenden Interesse an tatsächlichen „real news“ von Seiten der Zuschauer auch der Vorwurf laut wird, dass die ARD mit den Gebühren mehrheitlich Formate umsetzt, die das Gros der Zuschauer nicht sehen möchte?!
Ich glaube, in diesem Prozess der Trivialisierung der ÖR sind Sender UND Zuschauer in einer sich bedingenden Abhängigkeit verantwortlich.
Würden die Zuschauer eben nicht Pilawa sondern investigativen Journalismus bevorzugen und das äußern, hätten die ÖR auch eher das Bestreben, zu ihren Wurzeln zurück zu finden.

4

Ja aber ganau das ist doch grad das generelle Problem der Medien.
Man kann sich sicher nicht immer einfach damit raus reden, nur das zu liefern, was der Zuschauer sehen möchte. Denn dafür gibt es ja auch zu viele Formate oder Snedungen, die floppten oder zumindest bald eingestellt wurden. Aber das Problem der Abhängigkeit sehe ich eher als ne Art Teufelskreis…

Die Sneder bringen dass was die Zuschauer (scheinbar) wollen. Die Zuschauer wählen aus diesem gebotenem Programm. Je mehr ähnliche Formate, z.b Casting-Shows, COmedy-Sendung anteilig angeboten werden, je mehr werden auch geschaut, wiel die Vielfalt ja abnimmt und man sich dann eigentlich nur noch innerhalb einer Gattung Fernsehen entscheiden muss. Andere Sneder steuern da aber nicht dagegen sondern wollen lieber auf den aktuellen „Trend-Zug“ aufstringen, um die Werbegelder abzufassen, welche nun mal am höchsten bei Sendungen sind, die hohe Einschaltquoten haben.

Nur ist es wirklich eine Frechheit der ÖR, dise Entwicklung mit zu tragen, da sie auf Wrebeeinnahmen im Normalfall nicht angewiesen sind.

Leider ist es ja auch in anderen Medien so, dass Information hinter Unterhaltung immer mehr zurück bleibt.

Allerdings weiß ich wirklich nicht, wer als erster aus dem Teufelskreis ausbrechen muss, damit wieder die wirklich wichtigen Informationen im Vordergrung stehen…

5

Ich finde die ÖR können sich nicht damit rechtfertigen das senden zu müssen, was die breite Masse befriedigt. Da haben wir ja nun schon genug Sender, die das machen. DIe ÖR haben eine Verantwortung, derrer Sie sich nicht einfach mit so einem lapidaren Argument entziehen dürfen.

In meinen Augen müssten die Zuschauer zu kritischen Betrachtern erzogen werden, am Besten schon in der Schulzeit. Sie müssen lernen, kritisch zu betrachten: Das eben kein Zufall ist, wenn auf ProSieben 15min darüber „berichtet“ wird, wie Lübecker Marzipan produziert wird und im dierekt angeschlossenen „Straßentest“ zwischen No-Name-Produkten und Markenprodukten, das vorher präsentierte Markenprodukt gewinnt!

6

Paasend zum Thema ruhig auch mal auf Prgrammbeschwerde.de
weiter lesen!

7

[…] diskutieren hier über den Anspruch und die Verantwortung der Öffentlich-Rechtlichen und über deren […]

8

Es wird aber auch nicht in alle Ewigkeit mit dem Schmuddel TV weiter gehen können. Es gibt Untersuchungen die belegen, das Firmen die in den Werbepausen von Trash Sendungen ihre Spots schalten, irgendwann mit dem schlechten Image der Sendungen in Verbindung gebracht werden.
Also muss sich das Programm irgendwann wieder etwas bessern, weil Mercedes, Bosch und Ariel keinen Wert darauf legen als Trash zu gelten.
Wie schlecht schlechte Nachrichtensendungen ankommen, sieht man ja zur Zeit eindrucksvoll an der Pro7 „Newstime“. Die dümpelt irgendwo zwischen Tür und Simpsons herum.
Und sowieso: die Hoffnung stirbt zuletzt.

9

Flower Shops and Flowers Information…

Sorry, it just sounds like a crazy idea for me :)…

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