Feb
01

10 Dinge um die Welt zu retten

1. Februar, 2007 von Stefan Streicher

Der Grosse Aletschgletscher, links im Jahre 1979, in der Mitte im Jahre 1991 und rechts 2002.Nach dem Film Eine Unbequeme Wahrheit und der Rezension von Alexander Schulz haben wir viel diskutiert, was jeder einzelne von uns tun kann, um die sich anbahnende Klimakatastrophe zu verhindern.

Mit kleinen Schritten kann jeder von uns dazu beitragen, die Umwelt vor noch schlimmeren Veränderungen zu bewahren.

Das Problem ist bekannt: Unsere Atmosphäre wird durch immer mehr Abgase (CO2) erwärmt. CO2 entsteht vor allem durch Energie- und Kraftstoffverbrauch.

Der “Verbrauch” (d.h. die Emission) von CO2 liegt heute in den Industrieländern bei 11 bis 13 Tonnen pro Einwohner im Jahr. Die Folgen unseres zu hohen CO2 Verbrauchs sind unübersehbar: Das Klima wird wärmer, die Gletscher schmelzen so schnell wie noch nie, das Wetter führt dadurch zu immer mehr Naturkatastrophen. Erscheinungen wie der Orkan Kyrill und Hurrikan Katrina machen das Problem für alle spürbar.

Hier nun eine Liste mit 10 Dingen, mit denen jeder einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann und dabei bis zu 1500 Euro plus macht.

1. energiesparende Geräte kaufen: Beim Kauf von Elektrogeräten sollten die Effizienzklassen von A++ bis G beachtet werden. Am besten nur Geräte der sparsamen Sorten A++ oder A+ kaufen, alle anderen verschwenden zu viel Energie. Auch wenn die Anschaffungskosten für diese Geräte höher sind, sparen sie am Ende im Vergleich zu den billigen Stromfressern deutlich ein.
Ersparnis pro Jahr: ca. 200 Euro

2. “Standby” nicht verwenden: Geräte immer komplett ausschalten, denn im Standby- Modus wird weiter Energie verbraucht und die Stromrechnung erhöht. Ebenso Ladegeräte, z.B. von Mobiltelefonen nach dem Gebrauch abziehen, denn diese zapfen auch wenn sie nicht im Betrieb sind Strom.
Ersparnis pro Jahr: ca. 85 Euro

3. Energiesparlampen nutzen: Statt herkömmlicher Glühbirnen nur noch Energiesparlampen nutzen und bei Nichtgebrauch die Beleuchtung immer abschalten. Ersparnis pro Jahr – bei 10 Lampen im Haushalt: ca. 80 Euro

4. effizient Kochen: Beim Kochen immer einen Deckel benutzen, denn ohne diesen wird viermal so viel Energie benötigt. Kurz vor Ende des Koch- oder Backvorgangs das Gerät abschalten und die Restwärme nutzen. Ebenso benötigt ein Wasserkocher weniger Strom, um Wasser zu erhitzen, als ein Topf.
Ersparnis pro Jahr in einem 3 Personen Haushalt: ca. 25 Euro

5. Kühlschrank abtauen: Den Kühlschrank regelmäßig abtauen, denn zu viel Eis verbraucht mehr Strom.
Ersparnis: ca. 20 Euro pro Jahr

6. Warmwasser sparen: Weniger Warmwasser verwenden, zum Beispiel mit Wasser-Spar-Duschköpfen oder die Wäsche bei niedrigen Temperaturen waschen.
Ersparnis: ca. 35 Euro pro Jahr

7. weniger Auto fahren: Auf kurzen Strecken zu Fuß gehen oder aufs Rad umsteigen. Für Fernstrecken oder Pendelverkehr sollte eine Fahrgemeinschaft gegründet oder die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt werden.
Ersparnis bei 5000 km Fahrleistung pro Jahr: 1000 Euro

8. Recyceln: Wenn die Hälfte des Mülls recycelt wird, kann der Kohlendioxidausstoß pro Jahr in jedem Haushalt um eine Tonne gesenkt werden. Bei zusätzlicher Reduzierung des Müllaufkommens um 10%, spart jeder Haushalt noch mal eine halbe Tonne CO2. Dies kann durch den Kauf von Produkten mit wenig Verpackungsmaterial erreicht werden.
Ersparnis: 0 Euro

9. Raumtemperatur senken: Bei Senkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius werden zirka sechs Prozent Heizenergie gespart. Im Wohnraum genügen 20 Grad, in den restlichen Räumen 15 bis 18 Grad zum Wohlbefinden. Die Temperatur darf auf Dauer nicht unter 15 Grad absinken, da die Wände sonst auskühlen und mehr Energie beim Aufheizen benötigt wird. Hier gilt auch, dass durch kurzes Stoßlüften (ca. fünf Minuten, drei mal am Tag) die Raumluft effektiver erneuert werden kann, als wenn durch gekippte Fenster auf Dauer der Raum auskühlt.
Ersparnis: 65 Euro pro Jahr

10. Bäume Pflanzen: Jeder Baum kann in seinem Leben eine Tonne CO2 aufnehmen.
Ersparnis: 0 Euro

Mehr Tipps und Hinweise im Buch von Andreas Schlumberger:

50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten und wie Sie dabei Geld sparen.

(Bildquelle: L. Albrecht/Pro Natura Zentrum Aletsch, German Wikipedia)

Kategorie : Sonstiges, SQnstiges

Kommentare

1

Damit beendeten wir unseren kleinen Exkurs zur derzeitigen Klimasituation. Wir hoffen euch aufgerüttelt zu haben, Diskussionen initiiert zu haben und mit diesem Beitrag nun einige Hilfestellungen geben zu haben.

Danke an Stefan, der dieses Thema schon seit mehreren Monaten begleitet und mich damals mit in den Film genommen hat. Behalte dir deinen Ehrgeiz daran!

2

Seit heute liegt der offizielle Bericht der UNO zum Thema Klimaerwärmung vor.

Der Bericht ist gelinde gesagt erschreckend. Die Temperatur soll demnach weit höher in den nächsten 50 bis 100 Jahren steigen als bisher angenommen.

Erste Reaktionen von deutschen Wissenschaftlern gab es schon auf Spiegel-online

“…Und PIK (Potsdam-Institut für Klimaforschung)-Forscher Stefan Rahmstorf sagt: “Der Bericht stellt ganz klar fest, dass der Mensch überwiegend an der globalen Erwärmung Schuld hat. Natürliche Faktoren spielen eine völlig untergeordnete Rolle.”

den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,463908,00.html

Der offizielle UNO Bericht ist leider noch nicht online.

Es gibt aber schon Gegenreaktionen der Ölindustrie. Exxon-Mobil hat 10.000$ ausgerufen, für den Wissenschaftler, der die UNO Studie widerlegen kann.

3

Die 10.000$ sind natürlich viel günstiger als die Maßnahmen die ergriffen werden müssen, um der Klimaveränderung entgegen zu wirken.

4

In der aktuellen Ehrensenfausgabe geht es ebenfalls um das Thema: http://www.ehrensenf.de/2007/02/02/apokalypse/

Trotz allem Humors merkt man ihr die Ernsthaftigkeit dahinter an.

6

Der neue Artikel auf Medien-Mittweida.de zeigt, dass weiterhin nach kurzzeitigen Lösungen gesucht wird.

Genau, dass Uran ist unendlich und es ist gut sich von anderen Ländern abhängig zu machen. Aufpassen mit solchen Lösungsvorschlägen, die nur Leuten in den Kopf schießen, weil ja Atomkraftwerke kein CO2 ausstoßen.

7

uran wird übrigens eher aufgebraucht sein, als Kohle

8

Ich möchte mir ein Kraftwerk bauen. Aber was für eins? Was hält noch wie lange?

Erdöl: noch 25 Jahre
Uran: noch 40 Jahre
Kohle: vielleicht noch 60 Jahre
Sonne: noch 6 Milliarden Jahre

was nehm ich da??

9

Timo hat bei einfachZwei ein sehr lustiges Video gepostet. So lustig, wie es auch traurig ist:
http://einfachzwei.de/?p=225

10

Ein weiterer guter Tipp sind Sensorwasserhähne. Ihr kennt sie wahrscheinlich aus der Gastronomie. Meine drei Kinder lassen häufig das Wasser laufen. Mit der Zeit wird das teuer. Ich habe daher diesen Sensorwasserhahn in Bad und Küche installiert. Die gibt es schon ab ca. 50€. Das Wasser läuft jetzt nur noch wenn es auch wirklich gebraucht wird und man kann über 50% Wasser sparen..

11
Michael Allen
10. Mai 2007 um 18:02

Eine weitere Möglichkeit “um die Welt zu retten” und dabei auch noch eine ausserordentliche Rendite zu erzielen, ist die Investition in die Aufforstung von Brachflächen zu Tropenwäldern.

So hat der Tropenholzindex “NCREIF Timberland Property Index” seit seiner Auflegung vor über zwanzig Jahren einen Wertzuwachs (!) von über 15 Prozent erzielt. Wohlgemerkt: Jährlich 15 Prozent !

Der US-Standardindex Standard & Poor´s 500 brachte im selben Zeitraum lediglich elf Prozent Jahresertrag.
In der Zukunft rechnen alle Experten mit noch grösseren Wertsteigerungen bei Holz-Finanzanlagen aufgrund
– der Zusatz-Einnahmen aus CO2-Zertifikaten für Aufforstung
– schrumpfenden Waldbestände.
– bei stark steigender Nachfrage wg. Asien-Boom (China, Indien etc).

Interessant ist eine sehr lohnenswerte Homepage zum Thema “Tropenholz als Kapitalanlage” unter
http://www.3sat.de/boerse/magazin/103322/index.html

3Sat empfiehlt die Precious-Woods -Aktie oder http://www.baumsparkasse.de

12

Über Sensorwasserhähne habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber ich denke mal, so lange ich keine Kinder habe kann ich damit noch nicht viel Wasser sparen, deshalb müssen es bei mir noch die Durchlaufmengenbegrenzer reichen.

Lass Deine Meinung da: