Mai
14

Six Eyes Production

14. Mai, 2007 von Martin Grau
Sven Kilian im Interview
Sven Kilian im Interview

Am 28. April 2007 feierte die Band Lament mit rund 200 Fans im UT Connewitz in Leipzig ihr neues Album „Breathe“. Begleitet wurde das Konzert von „Six Eyes“, einer Filmcrew unter Leitung von Sven Kilian. Der 21-jährige Nachwuchsfilmer absolviert zurzeit eine Ausbildung zum Kaufmann für Audiovisuelle Medien. Für eine DVD zum Lament-Konzert wurde unter seiner Regie das gesamte Ereignis mit sechs Kameras für die Ewigkeit festgehalten. Im Podcast konntet ihr schon einen Interviewausschnitt mit Sven Kilian hören. Heute gibt es das komplette Interview und den aktuellen Teaser zur DVD.

Wie kam es zu „Six Eyes“?

Das Projekt ist eigentlich so zustande gekommen, dass mein Arbeitskollege der Bruder von dem Sänger der Band ist, die heute hier auftritt. Also bin ich sowieso mit allen befreundet und es stand schon immer im Raum, dass wir filmisch was zusammen machen. Eigentlich wollten wir nur im kleinen Rahmen das Konzert mit zwei Kameras aufzeichnen und irgendwie hab ich dann überlegt, wo wir noch mehr Kameras herkriegen könnten. Dann stand die Zahl sechs Kameras im Raum und dann hab ich halt zugesehen, dass wir sechs Kameras haben. Dann dachte ich, wenn wir schon 6 Kameras haben, dann können wir auch einen Kran nehmen. So ist das dann ein bisschen größer geworden.

Wer steht hinter dem Projekt?

„Six Eyes“ das bin ich und mein Arbeitskollege Birk, durch den ich die Band kennengelernt habe.

Wie verlief die Vorbereitung zu „Six Eyes“?

Probleme gab es überhaupt nicht. Es lief alles wie am Schnürchen. Der eine oder andere kleine Nachsetzer musste getan werden, aber mehr nicht.

Wie habt ihr die finanziellen Sachen geregelt?

Also das, was von dem Projekt bezahlt werden muss, wird von der Band getragen. Allerdings ist es so, dass die meiste Technik kostenlos zur Verfügung gestellt wird und dass alle die mitmachen kostenlos mitmachen. Also Personalkosten gibt es überhaupt nicht. Nur ein paar Techniksachen, die einfach zu groß sind, um sie kostenlos zur Verfügung zu stellen, wie beispielsweise der Kran.

Wie überzeugt man Leute davon, kostenlos für sich zu arbeiten?

Tja, mit Schirm, Charme und Melone, sag ich mal. – Also die meisten, die kenn ich und wenn ich sie nicht selber kenne, dann kennen die sie, die ich kenne. So kommt man rucki-zucki zu einem Netzwerk und hat dann alle Positionen so besetzt, wie man sie braucht und dann auch noch mit guten Leuten. Also ich bin sehr zufrieden.

Was plant ihr in Zukunft?

Im Raum steht vielleicht ein Musikvideo zu drehen. Müssen wir halt mal gucken, wie das jetzt mit der DVD wird. Wenn das vom Label abgenommen wird und mit in den normalen Vertrieb aufgenommen wird und die sich verkauft. Beziehungsweise das Label von der DVD und der Qualität einfach überzeugt ist, dann kann man sich unterhalten ein Musikvideo mit an den Start zu bringen. Im August wird die CD offiziell released, dass heißt sie kommt dann in den Handel und wenn der Schnitt überzeugt, kann man bis dahin für eine Single noch ein Musikvideo drehen. Das könnte dann mit One-Eye passieren!

Kommen noch mehr Konzertmitschnitte?

Ich bin kein Musikproduzent. Ich bin eigentlich unabhängiger Produzent und mein Ziel ist eigentlich in Richtung Kino zu gehen. Zurzeit bin ich wie so ein Allesfresser. Erstmal alles mitnehmen, was man so kriegt. Und gerade so ein Projekt nimmt man einfach mit, das schlägt man nicht aus. Das ist mit Leidenschaft und ist günstig realisierbar. Günstiger als ein Kinofilm.

Kannst du dir vorstellen, dass „Six Eyes Production“ eine Firma wird?

Soll es mal werden eigentlich. Also, von meiner Seite aus, zumindest. Problem ist nur, dass ich noch in der Ausbildung bin und wenn ich mich da jetzt als Selbstständiger melden würde, dann geht mir die Selbstständigenförderung flöten. Das dauert halt noch ein Jahr, bis ich fertig bin, dann kann ich die Firma gründen. Aber eigentlich, der Name gefällt mir und der ist auch irgendwie Programm.

Was bringt dich dazu auch immer mal finanzielle Risiken einzugehen, wie bei diesem Projekt?

Also ich glaube in erster Linie an mich und ich glaube auch an meinen gesunden Menschenverstand. Also ich gehe keine unkalkulierbaren Risiken ein, aber so ein Stückchen knapp ans Glatteis wag ich mich dann schon, weil ansonsten macht man genau das selbe wie alle anderen auch oder man macht gewisse Sachen nie. Ein bisschen Risiko muss immer dabei sein, aber es muss kalkuliert sein und ich denke, das ist es eigentlich auch.

Danke für das Interview.

Vielen Dank, hat mir sehr viel Spaß gemacht.

[myspace]http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=2027628736[/myspace]

Teaser zur „Six Eyes“-DVD

Kategorie : PrQjekte, Sonstiges

Kommentare

1

halte mich mal auf dem Laufenden, wenn es dann das fertige Video gibt. Würd ich mir gern mal anschauen.

btw. waren das 6 hdv Kameras oder minidv?

2

Unter den 6 Kameras waren 4 Panasonic HVX-200, aber mit diesen wurde in Standard Definition gedreht.

3

ja, martin ich find die geschichte auch sehr spannend!
ich wäre ja auch gern selber dabei gewesen, leider hatte ich an diesem we schon nen termin in der heimat.
also wenn da was steht, wer es schön das zu erfahren;)

Lass Deine Meinung da: