Archiv für Web 2.Q

„Pimp my Grandparents“, oder so ähnlich, könnte man den Versuch nennen, die ältere Generation in das sogenannte Web 2.0 einzuführen. Vielleicht funktioniert es, wenn man ihnen dieses neue Medium mittels eines ihnen gewohnten alten Mediums aufzeigt. Das dachten sich wahrscheinlich auch die Macher der 13. Mediennacht in Mittweida, welche im Rahmen des Medienforums stattgefunden hat, als sie diesen Titel produziert haben:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=IQi12VqlWFU[/youtube]

Read More→

Kategorie: PrQjekte, Web 2.0, Web 2.Q
Kommentare (4)

David Hasselhoff wäre sicher stolz, wenn er den Videospot zu „Verdammt ich hab nichts“ sehen würde. Matthias Reim ist zwar kein One-Hit-Wonder, dennoch wohl den meisten mit dem Song „Verdammt ich lieb dich“ in Erinnerung. Genau dies und der Umstand unglücklicher finanzieller Situationen des deutschen Sängers, haben Jung von Matt zu dieser Werbekampagne angeregt.

Auch wenn ich jetzt meinen Missmut über diese Aktion hier breit machen würde, oder kritisiere mit welcher Berechtigung die Agentur den Song selbst schon als „HIT“ betitelt, diene ich doch mit diesem Beitrag dem geplanten Ziel der Kampagne. Ich verbreite es weiter und werde somit Opfer meiner eigenen Kommunikation. Aber was solls, Sixt wird durch diesen Spot sicherlich kein Imageschaden davon tragen.

Hat es neben dem ungewollten Kenntucky-McDonalds-BurgerKing-Song von DJ Ötzi eigentlich schon mal ein solches Werbelied in die Top100 Charts geschafft? Freue mich über Beispiele.

[via ConnectedMarketing]

Kategorie: Web 2.Q
Kommentare (4)

… oder wie man selbst Negativwerbung betreibt. Ähnlich wie Epic2015 beginnt das Video über den neuen Internetdienst Xoumer mit einer geschichtlichen Entwicklung. Hier wird gezeigt, wie Menschen sich durch die Techniken des Web2.0 immer weiter voreinander entblösen und private Informationen über sich preisgeben. Auch diesmal endet alles in einer dunklen Zukunftsvision … nur will diese der Erschaffer des Videos selbst gestalten und sucht dafür Investoren. Interessantes Vorgehen.

Wem die elf Minuten zu lang sind: Xoumer ist ein neues Startup, welches über die Zeitkomponente, ähnlich wie bei design-the-time, ein allumfassendes Geschichtsarchiv, verknüpft mit persönlichen Momenten aufbauen möchte. „Design the time“ gewann bei einen Gründerwettbewerb 100 Millionen Dollar und wurde seit Februar von einem Microsoft Mitarbeiter auf der Webseite in seiner Genialität mit YouTube verglichen. Heute heißt „Design the Time“ nun Miomi und ruft ebenso wie Xoumer zur geschlossener Beta auf. Wer ein halbes Jahr mit der eigenen Idee angibt, brauch sich dann nicht wundern, wenn die Konkurrenz aufholt. Das sollte man im Internet wissen. Und rechtlich gesehen ist eine Idee ebenso wenig schützenswert. Aber wer auf die Webseite von miomi schaut, wird durch die dortige angepriesene Integration in Microsoft® Encarta® und Wikipedia® eine leichte Vermutung bekommen, wer diesen Konkurrenzkampf wohl gewinnen wird.

Der Grundsatz dieser Idee, mehrere Elemente (News, Wissen, Meinungen, Erfahrungen, Bilder, usw.) zu einem Ereignis zusammen zu fassen ist mit Sicherheit zukunftsweisend. Ein solches Mashup (Verknüpfung mehrerer Anwendungen über eine API Schnittstelle zur Schaffung einer neuen Anwendung) wird uns schon sehr spannend bei http://www.soup-soup.net präsentiert. Dieser Dienst verbindet Nachrichten, von den großen Newsportalen CNN, BBC, FOX, usw. mit Artikeln aus dem Online-Wissenslexikon Wikepedia, Fotos von Flickr, Blogbeiträge mittels Technorati, Umfragen von Vizu und dem Slangverzeichnis von UrbanDictonary. Alles Wissenswertes rund um die Informationen in einer Nachricht sind hiermit von einer zentralen Anlaufstelle abrufbar.

Kategorie: Web 2.Q
Kommentare (3)

… oder warum wird klassische Werbung immer ineffektiver. Dies ist der erste Teil einer Ausarbeitung über alternative Werbeformen, die effektiver und meist sogar preisgünstiger sind, als klassische Werbung (Plakate, Werbespots, Printanzeigen, …). Mund-zu-Mund-Propaganda ist die Grundlage für Virales Marketing.

Mundpropaganda ist gezielt. Wohingegen man im Fernsehen als Mann, schon mal einer O.B.-Werbung ausgesetzt wird, werden Freunde und Bekannten sich nur von Dingen erzählen, bei denen sie glauben, dass diese den jeweils anderen auch interessieren. Action Fans werden sich über „Stirb Langsam 4.0“ austauschen und als Trickfilmfan wird einem schon mal vom „Simpsons“-Film erzählt. Zudem schafft Mundpropaganda ein sehr glaubwürdiges Umfeld. Wenn ein unabhängiger Privatmensch einen Film weiter empfiehlt, sind meist keine finanziellen Interessen damit verbunden. Kennen wir die Vorlieben und Meinungen des Gegenübers schon länger, können wir die Gefahr reduzieren, für einen Film Geld auszugeben, den wir nie schauen würden. Ein sehr professionell gemachter Trailer kann dagegen schnell in die Irre führen.

Memetik: Der Ursprung von Mund-zu-Mundpropaganda

Analog zu Darwins Theorie über die Gene schuf Richard Dawkins 1976 den Begriff der „Meme“. Ein Mem bezeichnet eine Idee oder einen Gedanken, welches sich im Fühl- und Denkvermögens eines Individuums entwickelt und durch Kommunikation weiterverbreitet wird. Das Mem nährt sich durch die Fähigkeit der Menschen andere Menschen zu imitieren. Verhaltensmuster werden übernommen, Normen weitergeben und religiöse Motive pflanzen sich in den Köpfen fort. Beginnt sich einmal ein Mem von allein zu replizieren, kann es sogar eine Epidemie auslösen, wie dies in den beiden nachfolgenden Beispielen geschah.

Mund-zu-Mund-Propaganda in der Geschichte

Am 18. April 1775 hörte ein Junge in Bosten, wie ein britischer Armeeoffizier zu einem anderen sagte: „Morgen ist die Hölle los.“ Der Junge lief mit dieser Nachricht zu einem Silberschmied namens Paul Revere, welcher der Geschichte mit großer Aufmerksamkeit lauschte. Schon früher an diesem Tag hatte er gehört, dass sich eine hohe Anzahl an britischen Offizieren am Hafen versammelt haben. Er berichtete seinem Freund Joseph Warren von diesem Gerücht. Beide beschlossen die Gemeinden um Bosten zu warnen und sattelten 22 Uhr am selbigen Tag die Pferde. Auf dem Weg nach Lexington verbreiteten sie die Nachricht und forderten die Leute auf, diese weiter zu tragen. Schon bald befand sich die ganze Region in Aufruhr. Die Nachricht pflanzte sich fort wie ein Virus. Als die Briten schließlich am 19. April mit ihrem Marsch auf Lexington starteten, trafen sie in Concord überraschend auf einen harten und gut organisierten Widerstand. Aus diesem Konflikt entstand die Amerikanische Revolution – eine Geschichte, die heute noch jedem Schulkind in Amerika erzählt wird.

Mund-zu-Mund-Propaganda heute im digitalen Zeitalter

Der Blogger Matthias Oborski stellte am 3. März 2006 ein Video auf seine Webseite www.ntropie.com, was er zuvor unbeachtet in einem Forum fand und verpasste ihm den Titel „The next big thing!“ Darin zu sehen sind Read More→

Kategorie: Web 2.Q
Kommentare (6)
bild_gr_nder_logo_1.jpg
Die Gründer von Smava

Vor zwei Monaten startete Deutschlands erster Online-Kreditmarktplatz. Heute möchten wir euch die Idee einmal vorstellen und zeigen wie diese Web 2.0-Plattform eventuell auch euch bei der Verwirklichung eigener Projekte helfen kann. Nicht umsonst werden Kreditvermittlungs- plattformen von best-practice-business zu den elf Geschäftsideen gezählt, die die Welt verändern werden. Smava – günstige Kredite für Alle

Das Prinzip des Marktplatzes für schnelle Kredite ist recht simpel und genial zu gleich. Das Unternehmen überträgt den Vorgang des privaten Geldverleih einfach ins Internet. Jeder Mensch kann im Prinzip einem anderen Geld leihen bzw. welches bekommen. Smava ist dafür die Plattform in Form einer Art Online-Marktplatz.

Wer jetzt befürchtet, sein Geld wildfremden Menschen anzuvertrauen und dann noch übers Internet, also mir der „Sicherheit“ dann nie mehr wieder was von ihnen zu hören, der irrt allerdings. Zwar sind alle Mitglieder nach Außen hin anonym, allerdings scheint das System sehr gut durch dacht. Außerdem sind die im Ausland agierenden Marktplätze für private Kredite, z.B. Prosper (USA) und ZOPA (Großbritanien), mit der Idee bereits erfolgreich.

Als erstes werden von jedem neuen Mitglied regelmäßiges Einkommen und Schufa-Daten abgefragt und anschließend, entsprechend der Bonität (Zahlungs- bzw. Kreditfähigkeit) in verschiedene Klassen eingeteilt. Je besser die Klasse, desto höher die Sicherheit, dass der Kreditnehmer pünktlich zurück zahlt und je geringer kann er selbst seinen Zinswunsch ansetzen.

Um gewiss zu sein, dass ein sicherer Rechtsrahmen vorhanden ist, ließ man sich offensichtlich nicht umsonst über eineinhalb Jahre Zeit für die Gründung.

Auch „verstecken“ sich hinter dem Team der Geschäftsführung bereits erfolgreiche Unternehmer: Alexander Artopé (Mitgründer und Vorstandsvorsitzender datango AG), Eckart Vierkant (Direktor Private Equity), sowie Jörg Rheinboldt (ehemaliger eBay-Chef Deutschland).

Chancen für junge Gründer dank Social-Community-Prinzip Read More→

Kategorie: Web 2.Q
Kommentare (7)

Der Sommer steht vor der Tür, die Sonne brutzelt auf das Unidach und die ersten Schweißtropfen perlen den Studenten in schlecht belüfteten Vorlesungssälen auf die beschmierten College Blöcke. Lieber würde man jetzt draußen im Park liegen, gemütlich ein Eis essen und entspannt eine Vorlesung verfolgen. Schade, aber der Dozent kommt dort garantiert nicht mit.

Der portable Professor

Solch traurige Vorstellungen haben vielleicht bald ein Ende. Und genau das haben sich drei Studenten aus Hamburg gedacht. Zusammen begannen sie ein Projekt auf die Beine zu stellen, was in Zukunft das Lernen an Universitäten und Hochschulen verändern kann. „ProfCast“ ist das Zauberwort. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um einen Ableger der Podcast-Technologie, der individuell Vorlesungen von Professoren beinhalten wird.

Nikolaus Thomale studiert Jura an der BLS Hamburg. Er ist einer der Gründer des „ProfCast“. Für ihn geht damit ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Schluss mit „Schnarchnasen Rhetorik“ und überfüllten Hörsälen. Anstatt „Coffee to go“ gibt es jetzt Dozenten aufs Ohr. Read More→

Kategorie: PrQjekte, Web 2.Q
Kommentare (6)
Copycats im Internet
Copycats gibts auch im Internet

Gute Ideen werden schnell kopiert. Dazu heute ein Beitrag zum Mitmachen. Das Ende bleibt mit einer Frage offen – die Auflösung kommt morgen. denQuer lädt zu einem kleinen Gedankenspiel ein.

Seitdem Anfang März dieses Jahres Twitter auch in Deutschland zur Mode erklärt wurde, sind innerhalb nur eines Monats fünf deutsche Kopien im Netz aufgetaucht: Texteln, Frazr, Wamadu, faybl, 1you. Die Gründer von faybl und frazr haben für diese kurzzeitige Modeerscheinung sogar mindestens 25.000 Euro investiert und eine GmbH ins Leben gerufen.

Diese Nachmacher heißen im Internet Copycats. Gleiches wie mit Twitter ist zuvor mit den social Networks, online Bookmark-Diensten und Videoportalen passiert. Das bekannteste Copycat unter den Social Networks ist sicherlich StudiVZ, das neben der Idee sogar Design und Bezeichnungen vom amerikanischen Original Facebook übernommen hatte. Für 85 Millionen Euro kaufte Holtzbrinck die Studentencommunity – einen „Diebstahl“ zur richtigen Zeit.

Der social Bookmarking-Dienst yigg.de hieß am Anfang sogar digg.de, wie sein amerikanisches Original digg.com. Diese Dreistigkeit war den beiden Gründern Christian Volmering und Enrico Kern dann wohl doch zu heiß und reihten sich neben pligg.ch in die rechtschreib-konträren Web2.0 Namenskreationen ein.

Ideen allein lassen sich urheberrechtlich nicht schützen. So kann es eben passieren, dass unsere Webseite heutzutage gediggt, geyiggt, gefolkd, gepliggt, gewongt oder gefurlt wird. Aber keine Angst, lieber Leser. Außer, dass man sich als Webmaster über kleine Funktionsunterschiede freuen darf, wird man als Endnutzer die Unterschiede nicht bemerken.

Die nächste große Copycat-Schlacht werden wir wohl durch Read More→

Kategorie: Web 2.Q
Kommentare (18)

Im September diesen Jahres feiern die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle ihr 10jähriges Bestehen. Gestartet wurde das Projekt damals von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) in Görlitz, Chemnitz, Zwickau und Leipzig.
Heute ist es in acht sächsischen Städten mit insgesamt zehn Ausbildungsstätten auf dem Gebiet der medienbezogenen Aus- bzw. Fortbildung aktiv.

Das besondere an der Arbeit der SAEK ist ihre zweigleisige Zielstellung. Zum einen geht es bei deren Projekten um die Vermittlung von Medienkompetenz, zum anderen um die Förderung von Mediennachwuchs. Medien interessierte Personen in Sachsen sollen durch gemeinsame Arbeit an Projekten und in Seminaren das erforderliche technische und journalistische Grundwissen über Fernseh- und Hörfunkproduktionen erlangen. Auch spielen medienpädagogische Aspekte eine wichtige Rolle. Dabei geht es vor allem darum, den Teilnehmern den verantwortungsbewussten und kritischen Umgang mit den Medien nahe zu bringen. Andererseits wird das Ziel verfolgt, die medienberufliche Kompetenz von Journalisten, „Seiteneinsteigern“, zukünftigen Redakteuren und anderen Interessierten zu erhöhen. Vor allem für junge Menschen, die sehr an praktischen Projekten interessiert sind ist es vielleicht auch nicht ganz unerheblich, dass viele Projekte nicht einfach produziert werden um dann im Regal zu verstauben, sonder auch in (regionalen) Programmen gesendet werden.

Wichtiger Hintergrund dabei ist auch, dass die SLM die Projekte nicht ganz uneigennützig fördert. Ziel des Gesamtkonzeptes soll es nämlich sein, dass den sächsischen privaten Rundfunkveranstaltern stets qualifizierter Nachwuchs zur Verfügung steht. Read More→

Kommentare (3)
open source film
Die Klappe nicht mehr allein schlagen

Junge Filmemacher setzen immer mehr auf innovative Produktionen, um ihre Ideen an ein Publikum weiterzugeben. Neben dem Filmtrip, ein Mitmach-Film-Projekt, tummeln sich auch sogenannte Open Source Film Projekte im Netz. Open Source ist ursprünglich ein Begriff der meist auf Computersoftware angewendet wurde. Er bedeutet, dass es jedem ermöglicht wird, Einblick in den Quelltext eines Programms zu nehmen. Bekanntestes Beispiel ist das Betriebssystem Linux. Nun haben Filmemacher diesen Ansatzpunkt für sich entdeckt und präsentieren ihre Ideen im Internet. Dabei geht die Interpretation vom „Open Source Film“ weit auseinander. DenQuer hat sich beispielhaft vier dieser Projekte genauer angesehen.

Schnitt dank Open Source

Das Projekt „Stray Cinema“ der jungen neuseeländischen Filmmacherin Michelle Hughes ist ein gutes Beispiel. Die in London gedrehten Rohmaterialien können von der Seite heruntergeladen und nach eigenen Ideen zusammengeschnitten werden. Nach erfolgreichem Download stehen circa 70 Minuten Rohmaterial zur freien Entfaltung zur Verfügung. Je nach Belieben können auch direkt Musiktitel für den eigenen Film heruntergeladen werden. Jeder Teilnehmer hat bei der Gestaltung seines Films freie Hand und kann Read More→

Kategorie: Web 2.Q
Kommentare (5)

Dem deutschen Zeitungsmarkt geht es seit der Krise im Jahr 2001 stetig schlechter. Beobachtet man die aktuellen Entwicklungen, so sieht man fusionierende Zeitschriften- und Zeitungsverlage, arbeitslose Redakteure und ein zusammenbrechendes Anzeigengeschäft. Branchendienste wie epd-medien sprechen von der größten Pressekrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Doch der Axel-Springer-Verlag versucht, mit einem neuen Online- Geschäftsmodell einen Ausweg aus der Krise zu finden und hat scheinbar gleich eine neue Marktlücke entdeckt.

Die traditionelle Finanzierungsstruktur der Zeitungsverlage mit einem Drittel Vertriebsumsatz und zwei Drittel Anzeigengeschäft gehört endgültig der Vergangenheit an. Auf Grund des Negativ-Trends bei der verkauften Auflage sowie durch die wachsende Konkurrenz alternativer Medien wie Radio und Internet sinken die Erlöse in den Rubriken- und Anzeigenmärkten drastisch.

Um schwarze Zahlen zu schreiben, sind die Verlage Read More→

Kategorie: Web 2.Q
Kommentare (8)